22.02.2016 | Datenanalyse

Autobauer und Versicherer sind Big-Data-Vorreiter

Unendlich viele Daten aus verschiedenen Quellen stehen Unternehmen heute zur Verfügung.
Bild: Corbis

Automobilbauer und Versicherungen sind hierzulande Vorreiter bei der Big-Data-Nutzung. Das hat eine Studie von Bitkom Research und Kpmg ergeben. Schlusslichter sind die Branchen Transport und Logistik sowie Medien.

Jeweils 21 Prozent der Automobilbauer und Versicherer setzen demnach moderne Methoden der Datenanalyse ein. Zur Spitzengruppe gehören außerdem Chemie- und Pharmaunternehmen mit 20 Prozent sowie die Energiewirtschaft mit 19 Prozent.

Big-Data-Analysen lieferten Unternehmen vor allem eine Grundlage, um fundierte Entscheidungen treffen zu können, erklärt Dr. Matthias Weber, Big-Data-Experte des Bitkom. Eingesetzt werde es beispielsweise in der Produktionsplanung, im Risikomanagement oder in der Kundenanalyse. Das größte Potenzial liegt Webers Ansicht nach jedoch in der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Denn neben Stammdaten fließen bei Big Data auch Informationen aus dem Kundenmanagement, Sensordaten von Maschinen oder Geräten sowie externe Daten wie Wetterprognosen in Analysen mit ein. Mit Big Data können somit verschiedene Szenarien für die Zukunft simuliert werden, um daraus konkrete Handlungsempfehlungen abzuleiten.

Einsatz von Big Data in vielen Unternehmen geplant

Zum Mittelfeld der Nutzung fortschrittlicher Big-Data-Analysen gehören die Branchen Telekommunikation (16 Prozent), Handel (14 Prozent), Banken (13 Prozent) und IT/Elektronik (12 Prozent). Schlusslichter sind die Wirtschaftszweige Transport und Logistik mit einem Anteil von zwei Prozent sowie die Medien mit gerade einmal einem Prozent.

Weber glaubt an eine zügige Verbreitung von Big-Data-Analysen, da viele Unternehmen den Einsatz aktuell planen oder zumindest diskutieren. Die meisten Unternehmen mit konkreten Planungen finden sich laut Umfrage in der IT/Elektronik mit einem Anteil von 16 Prozent, bei den Versicherungen mit 13 Prozent sowie in der Gesundheitswirtschaft mit zehn Prozent.

Die Studienergebnisse basieren auf einer Befragung unter rund 700 Unternehmen mit mindestens 100 Mitarbeitern.

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Schlagworte zum Thema:  Big Data, Digitalisierung, CRM, Analytics, Database

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