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Mit Big Data dem Kunden auf der Spur

Big Data soll Aufschluss über die Verhaltensmuster der Kunden geben.
Bild: Haufe Online Redaktion

Eine Studie von IBM und der Said Business School an der Universität Oxford hat gezeigt, dass Unternehmen mit Big Data heute vor allem mehr Kundennähe schaffen wollen. Die Mehrheit greift dafür ausschließlich auf interne Daten zurück.

Die Studie „Analytics: Big Data in der Praxis“ zeigt unter anderem, dass mittlerweile 63 Prozent der Unternehmen glauben, mit Big-Data- und Analytics-Technologien Wettbewerbsvorteile erlangen zu können. Vor zwei Jahren waren lediglich 37 Prozent dieser Auffassung. Drei Viertel (76 Prozent) der Befragten bauen den Big-Data-Bereich entsprechend aus. Allerdings befindet sich knapp die Hälfte der Unternehmen noch in einem frühen Planungsstadium. Immerhin 28 Prozent haben bereits erste Big Data-Lösungen implementiert oder beginnen derzeit Pilotprojekte. Knapp ein Viertel (24 Prozent) der Befragten hat bislang keinerlei Big-Data-Aktivitäten gestartet.

Bei ihren Big-Data-Initiativen rücken die Unternehmen vor allem den Kunden in den Fokus: Fast die Hälfte der Befragten (49 Prozent) will mit Hilfe von Big-Data- und Analytics-Technologien mehr Kundennähe schaffen, um Verhaltensmuster, Stimmungen und Vorlieben der Kunden besser erkennen zu können. 18 Prozent konzentrieren sich auf die Optimierung ihrer betrieblichen Abläufe. Andere stellen die Themen Risiko- und Finanzmanagement (15 Prozent) oder neue Geschäftsmodelle (14 Prozent) in den Mittelpunkt.

Als Quellen für ihre Big-Data-Projekte nutzen mehr als die Hälfte der Befragten vorrangig interne Daten, da diese häufig bereits gesammelt, integriert, strukturiert und standardisiert sind. Weniger als die Hälfte ziehen externe Quellen heran. 43 Prozent geben an, auf Daten aus den Social Media zurückzugreifen.

Die Gründe für diese Zurückhaltung liegen zum einen darin, dass die Unternehmen unsicher sind, wie sie mit den individuell gefärbten Inhalten aus den sozialen Medien umgehen sollen. Zum anderen mangelt es ihnen häufig an der entsprechenden Kompetenz:  Nur 25 Prozent der Befragten gaben an, auch unstrukturierte Daten analysieren zu können. Und weniger als die Hälfte nutzen Tools, die natürliche, unstrukturierte Texte analysieren können.

Für die Untersuchung wurden 1.144 Business- und IT-Experten aus 95 Ländern und 26 Branchen befragt.

Schlagworte zum Thema:  CRM, Database

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