18.05.2015 | Top-Thema 5 Erfolgsfaktoren für die agile CRM-Einführung

Scrum und Kanban – eine Begriffsklärung

Kapitel
Intensive Zusammenarbeit an klar priorisierten Aufträgen ist gefragt.
Bild: Allbau AG

Scrum, Kanban, Agilität – geht es um modernes Projektmanagement, geistern viele Begriffe durch die Diskussionen. Wir erklären die wichtigsten. Und zeigen, dass Unternehmen bei einer agilen CRM-Einführung auf das klassische Lastenheft verzichten können.

Scrum und Kanban sind zwei mögliche Vorgehensweisen in der agilen Projektmethodik. Das Prinzip der agilen Softwareentwicklung basiert auf dem Ansatz, Änderungen nicht erst reaktiv, sondern frühzeitig zu erkennen und umzusetzen und so schneller, effizienter und zufriedener ans Ziel zu gelangen.
Scrum definiert bestimmte Prinzipien, Rollen und Vorgehensweisen wie Daily Meetings, Reviews und Sprints. Dabei wiederholt sich ein Prozess immer wieder, bis er abgeschlossen ist und ein neuer begonnen werden kann. Ziele sind die schlanke und kostengünstige Umsetzung komplexer Projekte und eine verbesserte Kommunikation. Kanban ähnelt der Scrum-Vorgehensweise, ersetzt dabei aber fest terminierte Sprints durch eine dynamischere Planung ohne eine festgelegte Time-Box. Dabei wird ein limitierter Arbeitsvorrat bei Bedarf immer wieder aufgefüllt und den Prioritäten nach abgearbeitet.
Scrum bietet sich immer dann an, wenn mit einem ausreichend stabilen Team über eine gewisse Zeit hinweg kontinuierlich an einem Backlog gearbeitet werden kann. Ändert sich die Teamzusammensetzung immer wieder oder sind die Anforderungen einer höheren Änderungsrate unterworfen, so kann Kanban die bessere Wahl in der Vorgehensweise sein.

CRM-Einführung ohne Lastenheft?

Die klassische Einführung eines CRM-Systems sieht umfangreiche Workshops zur Erstellung eines Lastenheftes vor, das alle Funktionen und Features, Schnittstellen und Zusatztools des fertigen Produktes auflistet. In der agilen Projektmethodik wird das Lastenheft durch das Product Backlog ersetzt. Dabei handelt es sich um eine Liste funktionaler und nicht-funktionaler Anforderungen, die den Projektumfang in priorisierter Form beschreibt. Das Backlog ist nicht statisch, sondern kann im Projektverlauf in Abstimmung mit dem Kunden immer wieder an veränderte Erkenntnisse und Anforderungen angepasst werden.

Autor:

Wolfgang Fleig ist Workforce Manager, Scrum Product Owner und Scrum Master bei Sybit, Radolfzell. Er verfügt über umfangreiche Erfahrung als Product Owner und Agile Coach bei der Umsetzung von CMS- und CRM-Projekten. Sybit setzt die agile Vorgehensweise sowohl in Kundenprojekten als auch in der Softwareentwicklung seit vielen Jahren erfolgreich ein.

Schlagworte zum Thema:  Projektmanagement, Software, CRM, CRM-Systeme

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