Nachhaltigkeits-Zertifikate: Verwirrende Vielfalt

Soll es NaWoh sein oder Greenproperty, LEED oder GRESB, DGNB oder vielleicht doch atmosphere? Zahlreiche Zertifikate nehmen für sich in Anspruch, die Nachhaltigkeit von Immobilien, Portfolios und Unternehmen zu dokumentieren. Der Versuch eines Überblicks.

Als vor zehn Jahren das Thema Nachhaltigkeit eine erste Blüte erlebte, war die Lage an der Zertifikatefront noch einigermaßen übersichtlich. Um die Vorherrschaft stritten das in den USA entwickelte LEED-System, der in Großbritannien entwickelte BREEAM-Standard und das einheimische Konzept der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). Am Rande traten auch noch Exoten wie das französische Siegel HQE und der australische Green Star auf den Plan. Sie alle beurteilten die Energie­effizienz und weitere ökologische Kriterien zunächst von Neubauten und dann auch von Bestandsgebäuden.


Mittlerweile steht Nachhaltigkeit wieder ganz weit oben auf der immobilienwirtschaftlichen Agenda. Zugleich ist die Welt der Zertifikate komplizierter geworden: Denn statt Nachhaltigkeit in einem – wie einst – primär ökologischen Sinne stehen nun ESG-Kriterien im Vordergrund, die ökologische (Environmental) und soziale (Social) Aspekte ebenso wie Themen der Unternehmensführung (Governance) abdecken. Som...

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Dies ist ein Beitrag aus der Zeitschrift Immobilienwirtschaft.
IW 09 2020

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Schlagworte zum Thema:  zertifiziert, Energieeffizienz, Zertifikat