Nach dem Treffen: Christoph Kostka, Eka von Kalben, Andreas Breitner (v.l.) Bild: Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen

Die Wohnungswirtschaft im VNW-Landesverband Schleswig-Holstein und die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im schleswig-holsteinischen Landtag haben bei einem gemeinsamen Treffen am 10.11.2017 die Bedeutung verlässlicher Rahmenbedingungen für den Bau von Sozialwohnungen unterstrichen.

Angesichts des großen Bedarfs an bezahlbarem Wohnraum sei es unverzichtbar, auch in den kommenden Jahren kontinuierlich Sozialwohnungen zu bauen, erklärten Eka von Kalben, Vorsitzende der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, und Andreas Breitner, Direktor des Verbandes norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW). In Schleswig-Holstein müssten bis zum Jahr 2030 rund 154.000 Wohnungen gebaut werden - die Hälfte bis 2019. Grundlage der Schätzung sei eine Prognose des Landes. Vor allem in größeren Städten wie Neumünster, Flensburg und Kiel sowie im Großraum Hamburg seien bezahlbare Wohnungen knapp.

34 Millionen Euro für öffentlich geförderten Wohnungsbau

Die Fraktionsvorsitzende Kalben betonte: "Rente und Wohnen sind zwei wichtige Stellschrauben, um die soziale Spaltung in unserer Gesellschaft zu überwinden. Das Land und die Kommunen müssen gemeinsam Wege finden, das Recht auf bezahlbaren Wohnraum zu ermöglichen." Von ursprünglich rund 34 Millionen Euro, die der Bund dem Land in diesem Jahr und im kommenden Jahr für den öffentlich geförderten Wohnungsbau zur Verfügung gestellt hat, wurde das meiste bereits ausgegeben. "Das zeigt, dass die Bereitschaft zu bauen bei Genossenschaften und kommunalen Unternehmen groß ist", sagte Breitner." Jetzt muss die Förderung des sozialen Wohnungsbaus verstetigt werden, damit auch in den kommenden Jahren gebaut werde kann." Nach den Worten von Christoph Kostka, Geschäftsführer des VNW-Landesverbandes Schleswig-Holstein, drängt die Zeit, da die Förderung durch den Bund im kommenden Jahr ausläuft. "Das Land muss jetzt alles dafür tun, damit der Schwung im geförderten Wohnungsbau nicht verloren geht. Genossenschaften und Wohnungsunternehmen brauchen eine verlässliche Landesförderung."

Schlagworte zum Thema:  Schleswig-Holstein, Sozialwohnung

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