07.11.2016 | In eigener Sache

Zweite Werkstatt zum Thema "kostengünstiger Neubau"

Impressionen von der zweiten Werkstatt zum Thema kostengünstiger Neubau
Bild: YouTube

Die Fachzeitschrift DW Die Wohnungswirtschaft hat in Kooperation mit dem GdW am 2. und 3.11.2016 in Berlin zum zweiten Mal ihre Werkstatt veranstaltet. Das Thema der diesjährigen Werkstatt lautete: "Kostengünstiger Neubau – Systembauweise & Serielles Bauen". Über 40 Teilnehmer aus Wohnungswirtschaft, Verbänden sowie Industrie und Dienstleistung diskutierten gemeinsam über neue Ansätze.

Führungskräfte aus 20 Wohnungsunternehmen diskutierten mit der Forschung treibenden Industrie zum Thema kostengünstiger Neubau und erarbeiteten Wege, wie sich Industrie- und Wohnungsunternehmen gegenseitig unterstützen sowie zu neuen Lösungen kommen können. Denn die Aufgabe ist enorm: In Deutschland müssen, laut Pestel Institut, bis 2025 jährlich circa 400.000 Wohnungen neu gebaut werden – knapp die Hälfte davon Sozial- und bezahlbare Mietwohnungen.

GdW-Präsident Axel Gedaschko zeigte in seinem Vortrag zu Beginn des ersten Veranstaltungstages die Diskrepanz zwischen Bautätigkeit und Wohnungsbedarf auf und vertrat die These, dass durch Nachverdichtung und Aufstockung allein nicht genügend Wohnraum geschaffen werden könne.

Networking beim Business-Lunch

Um den Teilnehmern eine Möglichkeit zu geben, sich dem Thema kostengünstiger Neubau anzunähern und sich gegenseitig kennenzulernen, fand anschließend ein Business-Lunch mit vier Thementischen statt. Ulrike Silberberg, Chefredakteurin der Fachzeitschrift DW Die Wohnungswirtschaft, moderierte den Thementisch "Prozessoptimierung bei Finanzierung, Planung und Umsetzung". wi-Chefredakteurin Katharina Burkardt und DW-Redakteur Olaf Berger und boten jeweils einen Thementisch "Modulbauweise und Vorfertigung" an. Am Thementisch von Helene Bockhorst, ebenfalls DW-Redakteurin, diskutierten die Teilnehmer über "Planung im Gebäude".

Kommunikation stand im Vordergrund

Anschließend regte ein Crossover-Vortrag zu einem Blick über den Tellerrand an: Andreas Dallmanns Vortrag mit dem Titel "Motivation, Prozesse und Integration" ermöglichte es den Teilnehmern anhand von Beispielen aus der Luftfahrt, von einer anderen Branche zu lernen.

Im Rahmen von zwei Workshops zu den Fragestellungen "Welche Prozesse können/müssen wir ändern" und "Müssen wir Standards neu definieren und wenn ja, welche?" tauschten sich die Teilnehmer intensiv aus. Die Workshops fanden im World-Café-Format statt, was eine Neuerung im Vergleich zu der Vorjahresveranstaltung darstellte.

Danach konnten Wohnungswirtschaft und Industrie – wie bereits im letzten Jahr – bei Vier-Augen-Gesprächen vertiefend miteinander ins Gespräch kommen.

Abends waren alle Teilnehmer eingeladen, im Kreuzberger Kochatelier unter fachkundiger Anleitung gemeinsam zu kochen und die Gespräche in einem informellen Rahmen fortzusetzen. Zwei der vier Gänge wurden von den Werkstatt-Teilnehmern gemeinsam vorbereitet.

Hochkarätige Vorträge

Am zweiten Veranstaltungstag sprach Michael Neitzel (InWIS) über den Bedarf an Wohnraum, die Förderprogramme der Bundes- und Landesregierungen sowie die Realität der Baukostensenkungskommission. Holzbau-Experte Ludger Dederich von der Hochschule Rottenburg-Neckar prangerte anschließend den "länderübergreifenden DIN-Wahnsinn" an. Und schließlich lieferte Hans-Otto Kraus, Geschäftsführer der GWG Städtische Wohnungsgesellschaft München mbH, ein Best-Practice-Beispiel aus dem Bereich des kostengünstigen Wohnungsbaus.

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse des Vortags und ein gemeinsames Mittagessen rundeten die Veranstaltung ab. Das Feedback der Teilnehmer fiel positiv aus. Für 2017 ist eine dritte Werkstatt geplant.

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Schlagworte zum Thema:  Wohnungswirtschaft, Weiterbildung

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