In Hessen ist die Zahl der Baugenehmigungen gesunken (Symbolfoto) Bild: MEV Verlag GmbH

Nach aktuellen Angaben des Hessischen Statistischen Landesamtes ist die Zahl der Baugenehmigungen in Hessen im dritten Quartal 2017 um 5,1 Prozent und damit um 350 Wohneinheiten im Vergleich zum Vorjahresquartal zurückgegangen. Der VdW südwest mahnte diese Entwicklung als "gefährliches Alarmzeichen" an.

"Obwohl wir dringend schnell neue Wohnungen benötigen, ist der Wohnungsbau in Hessen im Rückwärtsgang. Auch die Anzahl der Um- und Ausbauten ist mit einem Minus von über neun Prozent deutlich geringer. Die Aktivitäten der Landesregierung und der Kommunen im Hinblick auf den Wohnungsbau müssen daher weiter verstärkt werden", erklärte Dr. Axel Tausendpfund, Verbandsdirektor des VdW südwest, der rund 200 Wohnungsunternehmen vertritt.

500.000 Wohnungen bis 2040

Die Lage am Wohnungsmarkt, vor allem in den Ballungsräumen und Universitätsstädten Hessens, sei nach wie vor brisant, so der Verband. "Allein bis zum Jahr 2020 brauchen wir 37.000 Wohnungen pro Jahr, fertiggestellt werden aber nur rund 20.000. Bis 2040 werden in Hessen sogar mehr als 500.000 zusätzliche Wohnungen benötigt", so Dr. Tausendpfund. Die Maßnahmen aus dem kürzlich vom Hessischen Umweltministerium vorgestellten Masterplan Wohnen, wie die verbilligte Abgabe von landeseigenen Grundstücken für Bauprojekte und die verbesserte Wohnraumförderung, müssten deshalb schnell umgesetzt werden. "Wir müssen unbedingt verhindern, dass der Bauboom aufhört, bevor er richtig angefangen hat," sagte der Verbandsdirektor.

Schlagworte zum Thema:  Baugenehmigung, Hessen

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