18.08.2014 | Wohnungswirtschaft

Gesobau unterstützt Stolperstein-Verlegung

Stolpersteine für das Ehepaar Oppenheimer
Bild: Gesobau

Mit Unterstützung des kommunalen Berliner Wohnungsunternehmens Gesobau sind neun neue Stolpersteine in Berlin-Pankow verlegt worden. Stolpersteine sind Gedenksteine und erinnern an das Schicksal von Menschen, die Opfer des NS-Terrors wurden.

Sie werden meist im Bereich von Hauseingängen eingelassen und sollen die Ermordeten an den Orten in Erinnerung rufen, an denen sie zuletzt freiwillig gelebt haben. Auf den Steinen sind Name, Geburtsjahr und Angaben zum Schicksal des Opfers eingraviert.

Zwei Stolpersteine wurden in der Breite Straße 29B (ehemals 31) für Dr. Max Oppenheimer und seine Ehefrau Therese Oppenheimer gesetzt. Die Eheleute lebten in der Breite Straße 31, bis sie 1936 das Haus räumen und zu Verwandten ziehen mussten. Dr. Max Oppenheimer verstarb 1941 in Berlin, während seine Frau 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert und dort 1944 ermordet wurde. Drei Stolpersteine wurden in Erinnerung an Conrad Danziger, seine Ehefrau Frieda Danziger und Emil Leyser in der Westerlandstraße 16 gesetzt. Die Eheleute Danziger und ebenso Emil Leyser lebten bis 1939 in der Westerlandstraße 16. 1943 bzw. 1944 wurden sie in Ausschwitz ermordet. Vier weitere Stolpersteine wurden in der Berliner Straße 26 und in der Kreuzstraße 13 verlegt.

Die Verlegung der Stolpersteine wurde durch die Stolpersteingruppe Pankow, die Gesobau und den Bezirk Pankow unterstützt.

Schlagworte zum Thema:  Wohnungswirtschaft, Kooperation

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