20.06.2014 | Hamburg

Wohnungsverband fordert Kommission zur Baukostensenkung

VNW will gegen Baukostenexplosion vorgehen
Bild: MEV-Verlag, Germany

Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) ist der Ansicht, dass "überbordende Anforderungen der Politik" das Bauen bezahlbarer Wohnungen erschweren. Deshalb spricht sich der Verbandschef Joachim Wege für eine Kommission zur Baukostensenkung aus. Eine Mietpreisbremse hingegen würge Investitionen in Mietwohnungen eher ab.

In der Kommission sollten Vertreter von Senat, Bezirken und Wohnungswirtschaft Lösungen für die Fragen der Planung, Grundstücksvergabe und -erschließung bis zum Genehmigungsverfahren erarbeiten.

Statt einer Mietpreisbremse sollten dem Verbandschef zufolge eher die Heiz- und Stromkosten abgebremst werden, die sich politisch bedingt seit dem Jahr 2000 verdoppelt hätten. Gleichzeitig seien Nettokaltmieten in Deutschland nur um 17 Prozent gestiegen, berichtete Wege. Nach seiner Darstellung konnten die Verbandsfirmen den Heizkostenschub durch Einsparungen auf die Hälfte reduzieren. Sie haben 2013 insgesamt 1,25 Milliarden Euro in Sanierung, Modernisierung und Neubau investiert.

Die Verbandsunternehmen verlangen in ihren 736.000 Wohnungen eine durchschnittliche Nettokaltmiete von 5,33 Euro. Die mit der Kieler Landesregierung Anfang 2013 gestartete "Offensive für bezahlbares Wohnen" habe den Bau von geförderten wie frei finanzierten Mietwohnungen vorangebracht. In Mecklenburg-Vorpommern soll eine solche Allianz noch entstehen, teilte der Verband mit.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Wohnungsunternehmen, Verband, Baukosten

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