Vivawest erwirbt Beteiligungen an WBG und GSG von RWE Power

Die RWE Power AG und die VTG GmbH (Vermögensverwaltungs- und Treuhandgesellschaft der Industrie-Gewerkschaft Bergbau und Energie) verkaufen ihre Beteiligungen an der Wohnungsbaugesellschaft für das Rheinische Braunkohlenrevier mbH, Köln (WBG) und der GSG Wohnungsbau Braunkohle GmbH, Köln (GSG) an die Vivawest GmbH.

Die WBG existiert seit 1920, die GSG seit 1949. Die beiden Wohnungsunternehmen stellten RWE-Mitarbeitern und Umsiedlern aus den Braunkohletagebaugebieten vergünstigten Wohnraum zur Verfügung. Zum Bestand der beiden Unternehmen gehören rund 1.800 Mietwohnungen sowie 1.200 Garagen bzw. Stellplätze in 370 Gebäuden im Städtedreieck Köln-Aachen-Grevenbroich. Zudem verwalten sie rund 200 Wohneinheiten für Dritte. Im Geschäftsjahr 2015 wurden rund 5,8 Millionen Euro in Instandhaltung und Modernisierung investiert.

Vivawest ergänzt Portfolio

Das Wohnungsunternehmen Vivawest bewirtschaftet bereits seit dem Zusammenschluss der Vorgängergesellschaften Evonik Immobilien und THS im Jahr 2012 mehr als 120.000 Wohnungen in Nordrhein-Westfalen. Eigentümer des Wohnungsunternehmens sind die RAG-Stiftung, die VTG, der Evonik Pensionstreuhand e.V. und die RAG Aktiengesellschaft. "Unsere Wurzeln liegen in der Bereitstellung von Bergmannswohnungen. Die Wohnungen passen zu unserer Tradition und unserem nachhaltigen Geschäftsmodell", sagte Vivawest-Geschäftsführer Ralf Giesen. 

"Wir wollen uns noch stärker auf unser Kerngeschäft konzentrieren. Wir freuen uns, mit Vivawest einen neuen Eigentümer gefunden zu haben, der unserer besonderen sozialen Verantwortung im Rheinischen Revier gerecht wird", begründete RWE-Power-Personalvorstand Erwin Winkel die Entscheidung für den Verkauf.

Zustimmung der Kartellbehörde steht noch aus

Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt, dass das in der WBG gebundene Bergmannssiedlungsvermögen abgelöst wird. Das Bergmannssiedlungsvermögen ist ein Treuhandvermögen, das nach dem Ersten Weltkrieg durch eine Kohleabgabe zur Errichtung von Bergarbeiterwohnungen entstanden und im Gesetz über Bergmannssiedlungen geregelt ist. Die WBG soll den Bindungen dieses Gesetzes nicht länger unterliegen. Die dafür notwendige Gesetzesänderung wird vorbereitet. Zudem steht die Transaktion unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Kartellbehörde.

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