VdW Bayern: Zahl der Sozialwohnungen in Bayern sinkt weiter

In Bayern gab es 1988 noch 495.240 Sozialwohnungen, 2014 waren es nur 147.078 – das geht aus einer aktuellen Übersicht der Bundesregierung hervor. Der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW Bayern) nahm das zum Anlass, die Kürzung der bayerischen Landesmittel für die Wohnraumförderung zu kritisieren.

Die meisten bayerischen Sozialwohnungen befinden sich im Bestand von Mitgliedsunternehmen des VdW Bayern: Die Mitgliedsunternehmen sind aktuell für 107.780 Sozialwohnungen verantwortlich – Tendenz sinkend. Im Jahr 2015 standen den 2.419 Zugängen 3.173 Abgänge aus der Sozialbindung gegenüber. "Vor dem Hintergrund des enormen Bedarfs an bezahlbaren Wohnungen war die Kürzung der bayerischen Landesmittel für die Wohnraumförderung das falsche Signal", sagte Verbandsdirektor Xaver Kroner. Bayern habe es verpasst, ein starkes Zeichen für eine Wohnungsbauoffensive zu setzen. 

Landesmittel für sozialen Wohnungsbau halbiert

Bereits im Dezember 2016 hatte der VdW Bayern die Kürzung der Landesmittel für den Wohnungsbau kritisiert. Der bayerische Landtag hatte beschlossen, die Landesmittel für den sozialen Wohnungsbau zu halbieren. Von 158 Millionen Euro (2016) wurden die Mittel auf 87 Millionen Euro (2017) gesenkt. Der VdW Bayern warnte, dass unter diesen Umständen nicht genügend bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden könne.

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