Der bayerische Landtag hat beschlossen, die Landesmittel für den sozialen Wohnungsbau zu halbieren. Der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen e.V. (VdW Bayern) hält das für ein falsches Signal.

"Unsere Mitgliedsunternehmen investieren so stark wie schon lange nicht mehr, um den Mangel an bezahlbaren Wohnungen zu lindern", sagte VdW-Verbandsdirektor Xaver Kroner. Jährlich würden 70.000 neue Wohnungen benötigt werden; Bayern sei jedoch noch weit davon entfernt, diese Zahl zu erreichen.

"Bayern hätte ein starkes Zeichen für eine Wohnungsbauoffensive setzen können", sagte Kroner. Denn nach langem Ringen hatte der Bund die Mittel für die Wohnraumförderung deutlich erhöht. Aber die bayerische Regierung nutzt diesen Schritt nun, um die eigenen Landesmittel von 158 Millionen Euro (2016) auf 87 Millionen Euro (2017) zu senken.
Die Wohnungswirtschaft fordert seit längerem eine deutliche Erhöhung der Bundes- und Landesmittel für den Wohnungsbau.

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