05.11.2013 | Wohnungswirtschaft

Tipps vom Hauswart: Effekte energetischer Modernisierung

Jens Pohlmann und Kollegen geben Gewoba-Mietern Tipps zum richtigen Lüften und Heizen
Bild: Ingo Wagner, Bremen

Den größten Anteil der Nebenkostenabrechnung machen die Heizkosten aus. Angesichts der steigenden Energiekosten, kann ein überdurchschnittlicher Heizverbrauch einem Mieter teuer zu stehen kommen. Wie stark das individuelle Heizverhalten die Kosten beeinflusst, zeigt eine Studie der Gewoba Bremen.

"Der Heizkostenanteil unserer Mieter an den Nebenkosten soll möglichst gering bleiben", sagt Manfred Sydow, Vorstandsmitglied der Gewoba. Energetische Modernisierung schaffe die baulichen und technischen Voraussetzungen dafür, dass die Mieter im Winter eine warme Wohnung haben. "Die Mehrheit unserer Mieter profitiert von den Modernisierungsmaßnahmen, weil die steigenden Energiekosten durch den geringeren Verbrauch ausgeglichen werden", so Sydow weiter.

Die Maßnahmen zeigen seinen Angaben zufolge Wirkung. Eine interne Studie zu 31 Mietobjekten zeigt, dass die Mieter in der Heizperiode nach einer energetischen Modernisierung mindestens ein Viertel weniger Heizkosten bezahlen als im Vorjahr. In der Spitze seien 43 Prozent Kostenersparnis möglich.

"In mehr als der Hälfte aller Fälle kompensiert die Heizkostenersparnis die modernisierungsbedingten Mieterhöhungen bereits im ersten Jahr", kommentiert Evelyn Loock, Leiterin des Gewoba-Betriebskostenmanagements. Deutlich werde in der Studie auch, dass die Ergebnisse stark vom individuellen Heizverhalten abhängen. "Das Gebäude und seine Technik können wir unmittelbar beeinflussen", so Sydow, "das individuelle Verhalten nicht." Hier setze man auf Aufklärung und mehrsprachige Broschüren zum richtigen Heizen und Lüften.

Schlagworte zum Thema:  Wohnungsbau, Energiekosten

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