Rund 1.500 neue Mietwohnungen will die Saga Unternehmensgruppe, Hamburgs kommunale Wohnungsgesellschaft, mit einer Typengenehmigung in der Stadt bauen.

Die Typengenehmigung macht den Kern eines neuen Systemhaus-Konzepts aus. Tatsächlich handelt es sich sogar um mehrere Genehmigungen: Bis zu 40 verschiedene Systemhaus-Varianten für Geschosswohnungsbau und für 17 Reihenhaustypen sollen in Zukunft dafür sorgen, dass Bauvorhaben der Saga beschleunigt und in Reaktion auf die Kostenexplosion in der Bauwirtschaft preisgünstig realisiert werden können. Zudem sei das Systemhaus IFB-förderkonform geplant und ermögliche dadurch die Realisierung von Bauvorhaben im ersten Förderweg, aber auch freifinanziert im "Acht-Euro-Haus-Segment", teilt das Unternehmen mit.

"Mit dem Saga-Systemhaus verfügen wir über einen funktionalen, bezahlbaren kleinen Stadtbaustein, der je nach Lage flexibel eingesetzt werden kann. Durch die Möglichkeit der äußerlichen Varianz kann er trotz aller Rationalität und Serialität sehr spezifisch auf seine bauliche Nachbarschaft reagieren." Franz-Josef Höing, Hamburger Oberbaudirektor

Bauen mit System

Jeder "Spänner-Typ" des Systemhauses könne mit verschiedenen Fassadenvarianten, unterschiedlichen Erdgeschoss-Zonen oder mit einem Staffelgeschoss ausgestattet werden, heißt es aus Hamburg. Aktuell umfasse das Systemhaus-Konzept 17 Dreispänner, fünf Vierspänner und vier Eckgebäude sowie eine Reihe von Zweispännern, die sich miteinander kombinieren lassen. Damit können sowohl Zeilen als auch geschlossene und geöffnete Blockrandstrukturen gebildet werden.

"Mit den Typengenehmigungen kann die Saga das Systemhaus im Sinne einer nachhaltigen Quartiersentwicklung variabel im Hinblick auf die städtebauliche Figur und die Fassaden einsetzen – das gilt gleichermaßen für den geförderten Wohnungsbau wie auch für das preisgedämpfte Acht-Euro-Haus-Segment." Dr. Thomas Krebs, Vorstandssprecher der Saga Unternehmensgruppe

Das erste Bauvorhaben ist bereits gestartet

So sollen die Neubauten in der August-Krogmann-Straße einmal aussehen.
Mit dem ersten Bauvorhaben hat das kommunale Unternehmen in der August-Krogmann-Straße bereits losgelegt. Es umfasst 148 Wohnungen in vier Gebäuden im ersten Förderweg mit einer anfänglichen Miete von 6,50 Euro nettokalt. Hinzu kommen rund 150 Fahrrad- und 34 Tiefgaragenstellplätze. Zur Ausstattung gehören zudem Aufzüge, extensive Gründächer und der barrierefreie Standard nach Hamburger Bauordnung. Mit Blick auf E-Mobilität sollen mit dem Bau der  Systemhäuser jeweils auch die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass Ladevorrichtungen für Fahrräder und Autos bei Bedarf nachgerüstet werden können. 

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