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"Süderelbe" errichtet Ersatzneubauten mit 56 Wohnungen in Hamburg

Visualisierung der beiden Ersatzneubauten
Bild: Baugenossenschaft Süderelbe

Die Wohnungsbaugenossenschaft "Süderelbe" eG hat ein Mehrfamilienhaus aus dem Jahr 1966 in Hamburg-Hausbruch rückgebaut und errichtet zwei Ersatzneubauten mit insgesamt 56 Wohnungen, einem Gemeinschaftsraum sowie Tiefgaragen- und Außenstellplätzen.

Die Fertigstellung des Projekts "Wohnen am Twistering" ist für das erste Quartal 2016 geplant. Beide Gebäude werden über einen Fahrstuhl verfügen. Alle Wohnungen des Neubauprojekts sind mit Einbauküchen, bodengleichen Duschen und jeweils einem Balkon oder einer Terrasse ausgestattet. Als Bodenbeläge wurden Fliesen sowie PVC-Beläge in Parkettoptik gewählt.
In dem einen Gebäude befinden sich 33 öffentlich geförderte Wohnungen. Es handelt sich um 2-Zimmer-Wohnungen mit Wohnflächen zwischen 45 und 60 Quadratmetern. In diesem Gebäude bietet die Genossenschaft für Mitglieder ab 60 Jahren die Wohnform Servicewohnen an, bei der die älteren Menschen in ihrem selbstbestimmten Leben in der eigenen Wohnung unterstützt werden. Die eigenständige Lebens- und Haushaltsführung soll durch die Vermittlung eines bedarfsgemäßen Angebotes sozialpflegerischer Dienste gewährleistet werden. Zudem sollen soziale Beziehungen und der Kontakt innerhalb der Mietergemeinschaft, aber auch der Kontakt mit Familien und Behörden unterstützt werden.
Im zweiten Gebäude entstehen freifinanzierte 2- bis 3-Zimmer-Wohnungen mit Wohnflächen zwischen 45 und 81 Quadratmetern, die alle Altersgruppen ansprechen sollen.

Nach Angaben der Genossenschaft entsprachen die Bausubstanz sowie die Grundrisse in dem ursprünglichen Gebäude nicht mehr den heutigen Standards, ein Umbau zu barrierefreiem Wohnraum sei nicht umsetzbar gewesen. Insgesamt sei eine Modernisierungsmaßnahme nicht wirtschaftlich erschienen.

Bei der Umsetzung des Ersatzneubauprojekts mussten auch die Interessen aller Bewohner des Bestandsgebäudes berücksichtigt werden. "Der persönliche Kontakt mit unseren Mitgliedern war für uns das wichtigste Kommunikationsinstrument", sagte "Süderelbe"-Vorstandsmitglied Holger Rullmann. "Hierdurch gelang es uns, tatsächlich alle Bewohner des Hauses sowie deren Haushaltsangehörige kennenzulernen. So konnten wir Hilfsangebote deutlich zielgerichteter unterbreiten und sicherstellen, dass niemand auf der Strecke blieb." Ein Großteil der Mieter konnte im Bestand der Genossenschaft umquartiert werden. Sechs Mitglieder wurden in Wohnungen anderer Genossenschaften im Quartier vermittelt. Die Tauschwohnungen wurden den Mitgliedern nicht zu marktüblichen Preisen, sondern zu den bisher vereinbarten Nettokaltmieten (auf Quadratmeterbasis) zur Verfügung gestellt. Die früheren Bewohner können zu gesonderten Konditionen in den Neubau zurückziehen. Aktuell wollen nach Angaben der Genossenschaft zehn Mietparteien in den Neubau zurückkehren.

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Schlagworte zum Thema:  Wohnungswirtschaft, Neubau

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