27.05.2015 | F+B

Studie: Die Hälfte der Zugezogenen findet Wohnungssuche in Hamburg schwierig

Hamburger Rathaus
Bild: Lisa Schwarz ⁄

56 Prozent der neu zugezogenen Hamburger beschreiben ihre Wohnungssuche rückblickend als schwierig. Dies ist eines der Ergebnisse aus einer repräsentativen Befragung von 550 Neu-Hamburgern, die F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH im Auftrag der Hamburger Sparkasse erstellt hat.

In Hamburg sind jährlich 95.000 Zuzügler zu verzeichnen. Mittelfristig rechnet der Hamburger Senat mit einer Einwohnerzahl von zwei Millionen Menschen. Zwar übersteigt die Zahl der Geburten die der Sterbefälle seit einigen Jahren wieder leicht, dennoch wird erwartet, dass Hamburgs Wachstum auch zukünftig wesentlich auf Zuzug beruhen wird.

Erschwert wird die Wohnungssuche durch hohe Preise und ein zu geringes Angebot in den gewünschten Lagen. Die Hälfte der Neu-Hamburger beschreibt die Wohnungssuche als schwierig, fast jeder vierte bewertet die Wohnkosten nach dem Einzug als zu hoch.

53 Prozent der Zugezogenen sind über Internetportale zu ihrer neuen Wohnung gekommen, 17 Prozent über Freunde oder Bekannte. Aber auch direkte Anfragen bei dem kommunalen Wohnungsunternehmen Saga GWG, anderen Wohnungsunternehmen und Wohnungsgenossenschaften werden genutzt und führten insgesamt bei 12 Prozent der Neu-Hamburger zur Anmietung einer Wohnung.

Der häufigste Grund für einen Umzug nach Hamburg ist mit 45 Prozent ein neuer Arbeitsplatz in der Stadt. 28 Prozent der Befragten gaben an, dass die Attraktivität der Stadt ausschlaggebend war, bei weiteren 25 Prozent ist der Umzug zu einem in Hamburg lebenden Partner der Grund (Mehrfachnennungen waren möglich).

Von den neu zugezogenen Hamburgern haben 86 Prozent Wohnungen in Mehrfamilienhäusern bezogen. Jeder fünfte Neu-Hamburger ist in eine Wohngemeinschaft gezogen oder wohnt zur Untermiete. 74 Prozent der Zugezogenen sind mit ihrer Wohnsituation zufrieden oder sehr zufrieden. Jeder Vierte betrachtet seine gegenwärtige Wohnsituation als vorläufig. Die geringste Zufriedenheit herrscht bei Neu-Hamburgern, die bei ihrem Partner eingezogen sind. Als möglicher Grund hierfür wird Platzmangel vermutet: Über die Hälfte dieser Paare wohnt in Wohnungen kleiner bis mittlerer Größe.

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