05.10.2016 | Expo Real

Studie: Frauen in der Immobilienwirtschaft so gut ausgebildet wie noch nie

Der Ingeborg-Warschke-Nachwuchsförderpreis wurde am am Messestand der Stadt München verliehen.
Bild: Messe München

Frauen in der Immobilienwirtschaft sind so gut ausgebildet wie noch nie, dennoch ist die Erhöhung des Frauenanteils in vielen Immobilienunternehmen noch nicht in der Unternehmensstrategie verankert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung von 448 Frauen, deren Ergebnisse der Verein Frauen in der Immobilienwirtschaft e.V. auf der Expo Real 2016 präsentiert hat. Außerdem wurde auf der Messe der Ingeborg-Warschke-Nachwuchsförderpreis verliehen.

Die befragten Frauen in der Immobilienwirtschaft sind besonders gut ausgebildet: Knapp zwei Drittel verfügen über ein abgeschlossenes Hochschulstudium und 15 Prozent absolvierten ein Weiterbildungsstudium. Die meisten Frauen sind länger als zehn Jahre in der Immobilienbranche tätig.

Lediglich 20 Prozent der Befragten gaben an, dass bei ihren jeweiligen Arbeitgebern die Erhöhung des Frauenanteils als Ziel in der Unternehmensstrategie verankert sei. Bei 62 Prozent der befragten Frauen war dies nicht der Fall und 17 Prozent konnten sich nicht zu der Frage äußern. Die Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen war laut der Umfrage sogar nur in acht Prozent der Unternehmen Teil der Strategie.

2012 hatte der Verein der Frauen in der Immobilienwirtschaft e.V. bereits eine erste Studie durchgeführt. Die diesjährige Studie entstand in Zusammenarbeit mit Studentinnen der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt. Im Zeitraum vom 20.04. bis zum 10.05.2016 wurde ein anonymisierter Fragebogen an Frauen in der Immobilienwirtschaft verschickt. Von 700 ausgewählten Frauen füllten 448 den Fragebogen aus.

Ingeborg-Warschke-Nachwuchsförderpreis verliehen

Zum vierten Mal hat der Verein auf der Expo Real einen Nachwuchsförderpreis für herausragende Abschlussarbeiten verliehen. Zum Andenken an die 2014 überraschend verstorbene Gründerin Ingeborg Warschke wurde der Preis jetzt in "Ingeborg-Warschke-Nachwuchsförderpreis" umbenannt.

In diesem Jahr wurden erstmalig vier Preisträgerinnen in den Kategorien Bachelor, Master und Dissertation von einem 18-köpfigen Fachgremium ermittelt. In der Kategorie Bachelor wurde Friederike Rode ausgezeichnet, die an der Bauhaus Universität Weimar studiert und eine Arbeit über die Revitalisierung von sozialem Wohnungsbau in Richmond, Virginia, verfasst hat. Für ihre Masterarbeit zum Thema Schadstoffe in Bauprodukten wurde Simone Susenbeth, Universität Stuttgart, ausgezeichnet. In der Kategorie Dissertation erhielt Dr. Stefanie Würdinger, Universität Regensburg, den Preis für ihre Arbeit mit dem Titel "Der Triple-Net-Mietvertrag – Typus und Gestaltungsfreiheit". Mit dem Sonderpreis für Gender Diversity wurde Liesa Schrand, Universität Regensburg, ausgezeichnet, die eine Arbeit mit dem Titel "Gender Diversity and Financial Performance: A Case of European Property Companies" verfasst hat.

Schlagworte zum Thema:  Wohnungswirtschaft

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