10.08.2015 | Wohnungswirtschaft

Stadt Dresden will neues kommunales Wohnungsunternehmen gründen

Dresden will ein neues Wohnungsunternehmen gründen (Symbolfoto)
Bild: Juergen Gessner ⁄

Die Stadt Dresden hat beschlossen, ein neues Wohnungsunternehmen zu gründen. Im Jahr 2006 hatte die Stadt das kommunale Wohnungsunternehmen, die Woba Dresden GmbH, verkauft.

Wie ein Stadtsprecher mitteilte, beschloss am 6.8.2015 eine sogenannte Gestaltungsmehrheit aus SPD, Linker, Grünen und Piraten die Neugründung. Als Reaktion auf steigende Mieten und Wohnungsmangel will Dresden erstmals wieder selbst Wohnungen bauen und verwalten. Zunächst sollen jedoch Prüfaufträge vergeben und eine Kommanditgesellschaft gegründet werden. Wie viele Wohnungen eines Tages gebaut werden, sei noch offen.

Im März 2006 hatte die sächsische Landeshauptstadt die Woba Dresden GmbH zunächst an den US-amerikanischen Finanzinvestor Fortress verkauft. Durch den erzielten Gewinn wurde Dresden zur ersten schuldenfreien Großstadt Deutschlands. Die Woba Dresden GmbH wurde zu einem Tochterunternehmen der Gagfah. Nach der Übernahme der Gagfah durch die Deutsche Annington gehören die rund 38.000 Wohnungen inzwischen zur Deutschen Annington, die künftig unter dem Namen Vonovia firmieren will.

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