26.02.2015 | Top-Thema Social Media: Twitter-Nutzung in der Wohnungswirtschaft

Die richtige Nische finden

Kapitel
Mit bunten Bildern wie diesem will die CAWG die junge Zielgruppe ansprechen
Bild: CAWG

Genutzt werden die Twitter-Accounts ganz unterschiedlich. Die Kreisbaugenossenschaft Hechingen eG, mit über 480 Followern zum Zeitpunkt der Recherche der Spitzenreiter unter den Wohnungsgenossenschaften, postet beispielsweise in kurzen Zeitabständen Wohnungsangebote.

Für Marc André Naust von der B&S Iserlohn steht dagegen fest, dass Twitter kein Vertriebskanal sein kann: "Das Ziel ist hier eher: Sehen und gesehen werden", sagt er. Auf dem von ihm gepflegten Twitter-Kanal erscheinen daher auch Informationen zu Fortschritten bei Neubau- und Sanierungsprojekten sowie Personalmeldungen, so ergibt sich ein Querschnitt der Aktivitäten der Genossenschaft.

Die Kreiswohnungsbau- und Siedlungsgesellschaft mbH Siegen (KSG Siegen) hält ihre Follower regelmäßig über die aktuelle Rechtsprechung auf dem Laufenden. "Ein WEG-Verwalter muss nur dann Prozesskosten tragen, wenn er in ungewöhnlichem Maße seine Sorgfalt verletzt." Diese Spezialisierung hat dem Unternehmen bisher immerhin 80 interessierte Follower eingebracht. Bei der Gartenstadt Hüttenau eG setzt man dagegen auf praktische Ratschläge zu den Themen Nebenkosten und Wohnung. "Wer beim Zähneputzen das Wasser laufen lässt, vergeudet täglich 60 bis 90 Liter Wasser!" Gelegentlich sendet das Unternehmen auch saisonale Grüße an seine Follower.

Auf dem Twitter-Kanal der Wohnbau GmbH Prenzlau werden viele Fotos und Videos gezeigt, das wirkt abwechslungsreich und scheint die rund 90 Follower zu unterhalten.

Für Oliver Holzmann von der Vivawest steht hingegen vor allem der kommunikative Aspekt von Twitter im Vordergrund: "Uns ist es wichtig, dass wir auch auf diesem Kanal für unsere Kunden erreichbar sind." Die Beispiele zeigen: Möglich ist auf Twitter vieles, es kommt auf die individuelle Gestaltung an.

Wer ist die Zielgruppe?

"Gerade unter den jungen Leuten gibt es viele, die ständig auf Twitter sind", ist sich Daniel Pfaff, Marketingleiter bei der CAWG, sicher. Laut ARD/ZDF-Onlinestudie 2014 nutzen 12 Prozent der 14- bis 29-Jährigen Onliner Twitter mindestens einmal pro Woche.

Zudem meint Pfaff, dass sich aufgrund der hohen Aktualität auch die Presse regelmäßig auf Twitter informiere.

Marc André Naust von der B&S Iserlohn hat allerdings inzwischen den Eindruck, dass unter den Followern mehr Unternehmen als potenzielle Kunden seien.

Hier geht es zum nächsten Teil des Artikels: "Und wo ist der Haken?"

Schlagworte zum Thema:  Wohnungswirtschaft, Social Media Marketing, Online-Marketing, Social Media, Marketing

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