19.10.2016 | Schweiz

Volksinitiative "Mehr bezahlbare Wohnungen" sammelt 106.000 Unterschriften

Schweizer Flagge (Symbolfoto)
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Schweizerische Mieterinnen- und Mieterverband hat gemeinsam mit dem Verband Wohnbaugenossenschaften Schweiz und anderen Partnerorganisationen im September 2015 die Unterschriftensammlung für die Volksinitiative "Mehr bezahlbare Wohnungen" gestartet. Nun wurden 106.000 gültige Unterschriften eingereicht.

Die Initiative will Bund und Kantone dazu verpflichten, sich für mehr preisgünstigen Wohnraum einzusetzen. So sollen künftig gesamtschweizerisch mindestens zehn Prozent der neu gebauten Wohnungen gemeinnützig sein. Die Initiative verlangt außerdem, dass mehr Areale für den preisgünstigen Wohnungsbau zur Verfügung gestellt werden. Zum Beispiel mit einem Vorkaufsrecht für Kantone und Gemeinden oder mit der Abgabe von Arealen des Bundes und bundesnaher Betriebe an gemeinnützige Bauträger.
"Das rasche Zustandekommen unserer Initiative zeigt, dass weite Teile der Bevölkerung auf mehr preisgünstigen und gemeinnützigen Wohnraum angewiesen sind", sagt Nationalrat Louis Schelbert, Präsident des Verbands Wohnbaugenossenschaften Schweiz und Mitglied des Initiativkomitees. "Bezahlbare Wohnungen sind auch für den Mittelstand Mangelware, wie der jüngste Bericht zur Lebenssituation der mittleren Einkommensgruppen vom Bundesamt für Statistik zeigt."

Schlagworte zum Thema:  Wohnungswirtschaft

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