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Wohnungsleerstände sollen bis 2030 zunehmen

Schätzungen zufolge könnten Wohnungsleerstände weiter zunehmen (Symbolfoto)
Bild: PhotoDisc Inc.

Laut einer Studie im Auftrag des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) könnte bis zum Jahr 2030 ein Überschuss von 3,3 bis 4,6 Millionen Wohnungen entstehen, wenn nicht durch bedarfsgerechte Sanierung und Rückbau gegengesteuert wird.

Im Jahr 2011 standen deutschlandweit 1,72 Millionen Wohnungen in Wohngebäuden leer. Hohe Leerstandsquoten treten insbesondere in Regionen mit schrumpfender Bevölkerungszahl auf. Zur Zeit leben 41 Prozent der Bevölkerung in schrumpfenden Kreisen.

Der Studie zufolge werde sich die Kluft zwischen den regionalen Wohnungsmärkten künftig vergrößern: In den Gegenden mit Bevölkerungsrückgang würden ohne Abriss und Bestandsmaßnahmen 12 bis 17 Prozent der Wohnungen leer stehen, während in den Wachstumsregionen durch eine anhaltend hohe Nachfrage die Wohnungsüberhangquote auf einem niedrigen Niveau um 4 Prozent gehalten werden könne.

Für die Studie schätzte das Forschungsinstitut Empirica auf Basis von Zensus-Daten des Statistischen Bundesamtes sowie der Bevölkerungsprognose des BBSR und Prognosen zu den Haushalten und der Wohnungsnachfrage die Entwicklung künftiger Wohnungsüberhänge. Die vollständige Studie ist online abrufbar.

Schlagworte zum Thema:  Wohnungswirtschaft

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