20.04.2017 | Wohnungswirtschaft

Frankfurt-Riederwald: „Satelliten“ als Prototyp für Nachverdichtung

Pilotprojekt in Frankfurt-Riederwald: Zwischen den bestehenden Zeilengebäuden in der Vatterstraße baut die Nassauische Heimstätte/Wohnstatt acht sogenannte Satelliten. Der Bestand wird modernisiert.
Bild: UGNHWS/Duffner

1,5 Milliarden Euro will die Nassauische Heimstätte bis 2022 in den Bau von 3.800 Miet- und 1.100 Eigentumswohnungen investieren. Der Schwerpunkt wird in Frankfurt am Main sein. Für Bestandsergänzungen hat das landeseigene Wohnungsunternehmen einen Prototyp entwickelt, der überall einsetzbar sein soll. Ein Pilotprojekt startet jetzt in Frankfurt-Riederwald.  

32 neue Wohnungen sollen an der Vatterstraße in Frankfurt-Riederwald entstehen – in acht „Satelliten“. Diese sind je 295 Quadratmeter groß, bestehen aus vier Wohnungen auf drei Etagen, haben Terrasse oder Balkon und sind so konzipiert, dass sich mit ihnen auch andere Quartiere ergänzen lassen.

„Damit betritt die Nassauische Heimstätte Neuland“, so der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende und Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann. Die Neubauten sind das Pilotprojekt der Unternehmensgruppe für standardisierte Ergänzungen zwischen bereits bestehenden Häuserzeilen. Die Satelliten sollen im ersten Quartal 2019 fertig sein.

Wohnungsknappheit bekämpfen

Die ursprüngliche Idee am Anfang des Projekts im Riederwald war es, einen Satelliten zu entwickeln, der in mehreren Siedlungen als Bestandsergänzung zum Einsatz kommen kann. Stichwort: Serielles Bauen.

In Frankfurt kommen dafür viele Standorte in Frage, die entsprechende Flächen aufweisen. Ob und in welchen Siedlungen das geschehen kann, hängt von den jeweiligen Rahmenbedingungen ab.

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Die Satelliten seien eine ideale und schnell umzusetzende Möglichkeit, die Wohnungsknappheit im Stadtgebiet zu bekämpfen. Da in Hessen an vielen Stellen Wohnraum fehlt, hat die Nassauische Heimstätte jüngst die Bauland-Offensive GmbH gegründet, um Kommunen unter die Arme zu greifen.

Bestandsgebäude werden saniert

Die bestehenden Gebäude in der Vatterstraße mit insgesamt 192 Wohnungen stammen aus den 1950er Jahren. Sie sollen bis zum Jahresende für insgesamt 13,3 Millionen Euro modernisiert und instand gesetzt werden.

 

Schlagworte zum Thema:  Wohnungsbau, Nachverdichtung, Sanierung

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