14.08.2014 | Rostock

Bebauungsplan für Gewerbegebiet soll überprüft werden

Der Bebauungsplan soll auf Rechtmäßigkeit geprüft werden (Beispielfoto)
Bild: Haufe Online Redaktion

Zwischen der kommunalen Wiro Wohnen in Rostock Wohnungsgesellschaft mbH und ihrer Besitzerin, der Stadt Rostock, herrscht Uneinigkeit über die Erweiterung eines Gewerbegebiets im Stadtteil Groß-Klein. Das Wohnungsunternehmen hat nun ein sogenanntes Normenkontrollverfahren vor dem Oberverwaltungsgericht Greifswald angestrengt.

Im Rahmen des Normenkontrollverfahrens soll der Bebauungsplan auf Rechtmäßigkeit geprüft werden. Die Stadt möchte das Gewerbegebiet am Groß-Kleiner Warnowufer für rund 15,8 Millionen Euro ausbauen. Das kommunale Wohnungsunternehmen befürchtet einen Anstieg der Lärmbelästigung für seine Mieter. Betroffen wären mehrere hundert Wohnungen der Wiro. Insgesamt vermietet das Unternehmen in Groß-Klein etwa 2.500 Wohnungen.
Nach Angaben der Wiro haben ein Lärmgutachten und eine weitere schalltechnische Beurteilung ergeben, dass die aktuellen Grenzwerte bereits jetzt nachts um bis 10 Dezibel überschritten werden. Deshalb könne man nicht akzeptieren, dass die Lärmbelastung durch den geplanten Ausbau des Gewerbegebiets noch weiter ansteige.

Vier weitere Kläger gehen ebenso gegen die Planungen vor. Darunter befinden sich die Umweltorganisationen Nabu und Bund, da von der Erweiterung des Gewerbegebiets ein Naturschutzgebiet betroffen wäre. Das Wohnungsunternehmen und die Umweltverbände werden von derselben Rostocker Anwaltskanzlei vor Gericht vertreten. Das Oberverwaltungsgericht erklärte, dass der Nabu auch ein gesondertes Eilverfahren betreibe. Dabei geht es nach Informationen der dpa um einen Baustopp.

Schlagworte zum Thema:  Wohnungswirtschaft, Stadtentwicklung

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