26.05.2016 | Region

Rhein-Neckar: Gefragte Wohnlagen am Wasser oder in Innenstadtnähe

Bild: YouTube

Der Wohnungsmarkt in der Rhein-Neckar-Region entwickelt sich stabil, teilweise mit Nachfrageüberhang. Besonders gefragt sind Wohnlagen am Wasser oder in Innenstadtnähe. Neue Projekte wie Mehrgenerationenwohnen entstehen.

Die Metropolregion Rhein-Neckar ist attraktiv und verzeichnet in den meisten Städten steigende Bevölkerungszahlen. Das Preisniveau von Wohnimmobilien der drei Kernstädte Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen ist nach einer Analyse von Engel & Völkers unterschiedlich hoch, entwickelte sich jedoch an allen drei Standorten stabil.

Heidelberg, Mannheim, Ludwigshafen: Entwicklung der Wohnimmobilienpreise

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Im ersten Halbjahr 2015 blieben die Quadratmeterpreise für Eigentumswohnungen in Heidelberg stabil und erreichten in den sehr guten Lagen Höchstwerte von durchschnittlich 6.500 Euro. Die Mieten bewegten sich in den Toplagen unverändert zwischen zehn und 17 Euro pro Quadratmeter. Für dieses Jahr erwartet das Maklerhaus eine stabile Entwicklung der Wohnimmobilienpreise in allen Lagen und Segmenten.

In Mannheim bewegten sich die Preise für Eigentumswohnungen in den Toplagen weiterhin zwischen 3.000 und 6.300 Euro pro Quadratmeter. Die Mieten hielten sich, bis auf einen geringen Anstieg in den mittleren und einfachen Lagen, auf einem konstanten Niveau.

Steigende Preise in Ludwigshafen

In Ludwigsha­fen hat die Nachfrage durch die geplante Sanierung der Verbindungsbrücke nach Mannheim laut Engel & Völkers spürbar zugenommen.  Im Vergleich zu Mannheim liegen die Preise in Ludwigshafen jedoch auf einem mode­rateren Niveau. Für eine Eigentumswoh­nung zahlten Käufer hier einen Quadrat­meterpreis von bis zu 3.800 Euro, das sind 300 Euro pro Quadratmeter mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Mieten bewegten sich in allen Lagen auf einem konstanten Niveau. Aufgrund des begrenzten Immo­bilienangebots in den Toplagen werde die Nachfrage in den mittleren Lagen deutlich anziehen, was langfristig auch hier zu Preissteigerungen führen werde.

Würfel gefallen für mehrgeschossige Wohn-und Geschäftshäuser in der Bismarckstraße

Im Zentrum von Ludwigshafen, in der Bismarckstraße 70 bis 74, sind die Würfel für die Neugestaltung der Gebäude gefallen. Sie werden zurückgebaut und weichen einem zwei- bis siebengeschossigen Ensemble aus Wohn- und Geschäftshäusern. Geplant sind 33 Wohneinheiten und rund 600 Quadratmeter Gewerbefläche. Bauherrin ist die Wohnungsbaugesellschaft GAG Ludwigshafen, der Entwurf stammt vom Mannheimer Architekturbüro Fischer Architekten.

„Unser Hauptziel ist es, hier attraktiven, modernen und individuellen innerstädtischen Wohnraum im mittleren Mietpreissegment zu schaffen“

Ernst Merkel, Vorstand Wohnungsbaugesellschaft GAG Ludwigshafen

Zusätzlich habe man die gestalterische und funktionale Verbesserung der Durchgangssituation und der Aufenthaltsqualität der umliegenden öffentlichen Räume, insbesondere des Bürgerhofs, im Blick, so Merkel. Ein offener Durchgang, das so genannte „Bürgergässel“, soll nach Fertigstellung die Bismarckstraße mit dem Bürgerhof, den die Stadt im Rahmen des Programms Stadtumbau Ludwigshafen Innenstadt 2014 saniert hat, verbinden.

Wohnen am Wasser: Stadtquartier am Luitpoldhafen

Quartiere am Wasser sind nicht nur als Orte für Erholung und Freizeit, sondern auch zum Wohnen und Arbeiten beliebt. In Ludwigshafen entsteht entlang dem Rheinufer-Süd auf gut 30 Hektar ein lebendiges Stadtquartier, das Urbanität, Wasser und Naherholung harmonisch verbindet. Direkt am Luitpoldhafen realisieren die vier regionalen Unternehmen Diringer & Scheidel (D&S), Epple Projekt, Weisenburger Projekt und Reisch & Zettler auf einem rund 1,87 Hektar großen Areal hochwertiges Wohnen mit einzelnen Dienstleistungsflächen. Das städtebauliche Konzept orientiert sich dabei an den bereits realisierten Baufeldern 1, 2 und 4. Die Fertigstellung ist für 2018 geplant.

Diringer & Scheidel errichtet auf einem 4.170 Quadratmeter großen Teilareal drei Gebäude mit rund 65 Eigentumswohnungen und 95 Tiefgaragenstellplätzen. Hierbei handelt es sich um einen mehrgeschossigen Baukörper an der Rheinallee, eine Stadtvilla und einen achtgeschossigen Solitär am südlichen Eingang zum neuen Wohnquartier. Für diesen wurde in Abstimmung mit GAG und Stadt Ludwigshafen ein zweistufiger Architekturwettbewerb ausgelobt, aus dem das Frankfurter Büro Turkali Architekten als Sieger hervorgegangen ist.

Die Epple Projekt aus Heidelberg errichtet auf einem 3.700 Quadratmeter großen Grundstück ein Stadthaus in der Max-Pechstein-Straße und zwei Stadtvillen an der Hafenpromenade.

Die Weisenburger Projekt aus Rastatt wird entlang der Rheinallee zwei langgestreckte Baukörper errichten, die das Baufeld nach Westen hin abschließen.

Die Reisch Gruppe aus Ludwigshafen wird mit einem Stadthaus entlang der Max-Pechstein-Straße und zwei Stadtvillen vertreten sein.

Schlagworte zum Thema:  Wohnungsmarkt, Projektentwicklung

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