| Recycling-Offensive

Bündnis für mehr Recycling in Hamburg

Recycling kann viele Tonnen CO2 einsparen
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. (VNW) hat zusammen mit dem Landesverband Nord des Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW), der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, der Stadtreinigung und den Hamburger Mietervertretungen am 24. Mai 2012 ein „Bündnis zur Hamburger Recycling-Offensive“ unterzeichnet.

Die Partner verpflichten sich, die Voraussetzungen für eine haushaltsnahe getrennte Sammlung der verschiedenen Abfälle zu schaffen. Ziel der 2009 ins Leben gerufenen Hamburger Recycling-Offensive ist es, mit der getrennten Sammlung von Altpapier, Glas, Bioabfällen und anderen Wertstoffen bis zu 100.000 Tonnen CO2 mehr pro Jahr einzusparen.

Bis Ende 2013 sollen nun 100.000 Haushalte zusätzlich an die Bioabfallsammlung angeschlossen werden und 150.000 Haushalte mehr die Möglichkeit bekommen, ihr Altpapier an ihrem Wohnhaus in der blauen Tonne zu entsorgen. In beiden Fällen wäre das eine Steigerung der Anzahl angeschlossener Haushalte um fast 50 Prozent gegenüber dem Stand Anfang 2012. Auch die Sammlung in der gelben Hamburger Wertstofftonne mit Verpackungen und Abfällen, die überwiegend aus Kunststoffen oder Metallen bestehen, soll erheblich ausgeweitet werden. Neben dem Aufstellen der erforderlichen Behälter und der Herrichtung der Standplätze, werden die Mieter über die anstehenden Maßnahmen und die Ziele der Recycling-Offensive, auch in mehreren Sprachen, informiert. 

Dr. Joachim Wege, VNW-Verbandsdirektor betonte: „Unsere Mitgliedsunternehmen werden mehr Wertstofftonnen in den Wohnsiedlungen aufstellen und so zu einer deutlichen Steigerung der getrennt erfassten Wertstoffmengen beitragen.“ Auch Andreas Ibel, Vorstandsvorsitzender des BFW-Nord unterstützt das Bündnis und zeigte sich zuversichtlich, die Ziele gemeinsam zu erreichen: „Die Beteiligten müssen bei der konkreten Umsetzung im Einzelfall Geschick und Fingerspitzengefühl beweisen, da die Umsetzung an manchen Standorten nicht einfach sein wird.“ 

Allein mit dem aus den Bioabfällen der Hamburger Haushalte erzeugten Biogas könnten im Biogas- und Kompostwerk der Stadtreinigung Hamburg tausende Hamburger Haushalte mit Strom und Wärme versorgt werden, so die Behörde.

Schlagworte zum Thema:  Recycling, Abfall

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