| Dritter Raumordnungsbericht

Demografischer Wandel droht Kluft zu vertiefen

Der Raumordnungsbericht des Jahres 2011
Bild: BBSR

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat den dritten Raumordnungsbericht vorgelegt, der über regionale Trends u.a. in den Bereichen Wirtschaft und Wohlstand, Wohnen, Demografie, Infrastrukturausstattung und Mobilität im Jahr 2011 informiert.

Ein Schwerpunkt des Raumordnungsberichts sind die Folgen des demografischen Wandels für die Infrastrukturauslastung: Zwar wächst derzeit in einem Großteil der Kreise im Süden Baden-Württembergs und Bayerns sowie im Westen Niedersachsens die Bevölkerung noch überdurchschnittlich. In weiten Teilen Ostdeutschlands und vereinzelt in strukturschwachen Räumen der alten Bundesländer hat sich jedoch die Schrumpfung der Bevölkerung verfestigt. Besonders betroffen sind in Ostdeutschland die ländlichen Kreise auch im Umland größerer Städte. Hinzu kommen hohe Pendlerdistanzen für Arbeitnehmer an den Rändern großer Ballungsbiete wie Hamburg, Frankfurt oder Berlin. Häufig werden im Umland der großen Städte lange Wege in Kauf genommen, weil die Immobilienpreise in den Zentren sehr hoch sind. Gleichzeitig müssen viele Arbeitnehmer aus den dünn besiedelten ländlichen Regionen Ostdeutschlands zwangsweise pendeln, da Arbeitsplätze in Wohnortnähe fehlen. 

Herausforderungen 

Aus den Ergebnissen des Berichts leitet das BBSR u.a. folgende räumliche Herausforderungen ab: die Herstellung gleichwertiger regionaler Lebensverhältnisse, die Sicherung der Daseinsvorsorge, die Erhaltung der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit deutscher Regionen, die Gewährleistung einer zukunftsfähigen Mobilität, der Ausbau erneuerbarer Energieproduktion und der Schutz des Klimas sowie die Anpassung an den Klimawandel, die Begrenzung der Flächeninanspruchnahme für Siedlungs- und Verkehrszwecke. 

Weitere Informationen: www.bbsr.bund.de

Schlagworte zum Thema:  Demografischer Wandel

Aktuell

Meistgelesen