08.07.2015 | Projekt

Wiro setzt auf Eisspeicherheizung

Blick ins Innere des Eisspeichers
Bild: Wiro

In einem Neubau im Rostocker Stadtteil Groß Klein hat die Wiro Wohnen in Rostock Wohnungsgesellschaft mbH ein Energiekonzept umgesetzt, das auf der Nutzung von Eisspeicherheizung, Wärmepumpe und Solarthermie basiert. Die Wohnanlage besteht aus 39 Wohnungen und einer Gewerbeeinheit. 

"Die zentralen Komponenten für dieses System sind der Eisspeicher, zwei Wärmepumpen und mehrere Luft-Solar-Absorber auf den Flachdächern der Wohnanlage", sagte Stephan Strobel, Bauleiter des Projekts bei der Wiro. Im Außenbereich der vom kommunalen Vermieter 2014 neu gebauten Häuser wurde ein Betonspeicher in der Erde versenkt. In seinem Inneren befinden sich 12 Kilometer lange Rohre für den Energieeintrag und Energieentzug, gefüllt mit einem speziellen Frostschutzmittel, und ein Tank mit insgesamt 316.000 Litern Wasser.

Von der Kombination aus Eisspeicherheizung, Solarthermie und Wärmepumpe verspricht sich die Wiro auf Dauer eine weitgehende Unabhängigkeit von Energiepreissteigerungen. Die Baukosten für die Anlage betrugen 412.720 Euro, gefördert mit einem Zuschuss von 111.434 Euro vom Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung Mecklenburg-Vorpommern. Nach Angaben des Wohnungsunternehmens ist zu erwarten, dass die Heizkosten für Mieter mit dieser Technologie um rund 25 bis 30 Prozent geringer ausfallen.

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Schlagworte zum Thema:  Wohnungswirtschaft, Energieeffizienz

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