Im Bremer Stadtteil Osterholz-Tenever soll ein Atriumhaus mit 28 geförderten Wohnungen und einer Kindertagesstätte realisiert werden Bild: Gewoba

Die kommunale Bremer Wohnungsgesellschaft Gewoba hat nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr 522 Wohnungen gebaut. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für Haushalte mit mittlerem und geringem Einkommen.

Mit dem inklusiven Wohnprojekt „BlauHaus“ startete in der Bremer Überseestadt zum Jahreswechsel 2017/18 ein Projekt zur Stadtteilentwicklung. 84 barrierefreie, teilweise rollstuhlgerechte Wohnungen, eine Kindertagesstätte sowie ein Veranstaltungszentrum werden hier realisiert. Im sogenannten „Lesum-Park“ in Bremen-Nord entstehen insgesamt 116 öffentlich geförderte Mietwohnungen und im Herbst 2017 startete der erste Bauabschnitt des Großprojektes „Gartenstadt Werdersee“. Hier werden 258 Wohnungen entstehen, davon 220 öffentlich gefördert.

Im sogenannten "BlauHaus" in Bremen entstehen 84 barrierefreie Wohnungen, eine Kindertagesstätte und ein Veranstaltungszentrum Bild: Gewoba

Stadtumbau im Stadtteil Osterholz-Tenever

Nachdem vor zehn Jahren an der Otto-Brenner-Allee im Bremer Stadtteil Osterholz-Tenever Gebäude zurückgebaut wurden, entstehen auf der Rückbaufläche nun wieder sechs Mehrfamilienhäuser. Insgesamt 42 geförderte Wohnungen sowie ein Atriumhaus mit 28 geförderten Wohnungen und einer Kindertagesstätte sollen hier realisiert werden.

Im Bremer Stadtteil Osterholz-Tenever entstehen auf einer Rückbaufläche sechs Mehrfamilienhäuser Bild: Gewoba, Foto: Christian Haase

In der Ludwigshafener Straße 2-14 im selben Stadtteil wurde ein Gebäudeensemble mit 264 Wohnungen und vier Gewerbeeinheiten modernisiert. Die Ver- und Entsorgungsleitungen in den Wohnungen wurden ausgetauscht, neue Bäder eingebaut und eine wärmegedämmte Fassade am Gebäude angebracht. Die Sanierung kostete rund 23 Millionen Euro. Insgesamt beliefen sich die Kosten für Instandhaltung und Modernisierung der Bestandsgebäude der Gewoba auf knapp 97 Millionen Euro im Jahr 2017.

Positive Bilanz im Neubau im Jahr 2017

Von den 522 gebauten Wohnungen in 2017 wurden 402 durch Wohnraumförderprogramme des Landes Bremen gefördert. Neben Wohnraum wurden außerdem vier Kindertagesstätten mit insgesamt 240 Plätzen gebaut. Das Investitionsvolumen im Neubau betrug im vergangenen Jahr rund 35 Millionen Euro, teilte das Unternehmen mit.

Neubau stützt sich auf drei Säulen

Bei ihren Neubauaktivitäten stützt sich das kommunale Wohnungsunternehmen auf drei Säulen: Neben kleinteiligen Ergänzungsbauten mit wenigen Wohneinheiten im Quartier realisiert das Wohnungsunternehmen Stadt- und Ortsteilzentren und beteiligt sich mit größeren Neubauprojekten mit vielen Wohneinheiten auf den großen Konversionsflächen der Stadt.

Insbesondere mit seinem Ergänzungsbau, dem sogenannten „Bremer Punkt“, schafft die Gewoba neuen und barrierefreien Wohnraum in Punkt-Häusern inmitten bestehender Quartiere. Der Bautyp erhielt bereits den Deutschen Architekturpreis 2017, landete beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2018 in der Kategorie „Nachhaltiges Bauen“ in den Top 3 und wurde außerdem für den Deutschen Bauherrenpreis in der Kategorie „Serielles und modulares Bauen“ nominiert.

„Mit diesem Bautyp haben wir ein Objekt entwickelt, das generationengerecht, flexibel und bezahlbar ist und dabei die gewachsenen nachbarschaftlichen Strukturen sowie die Lebensqualität im Quartier nicht außer Acht lässt“, sagt Gewoba-Vorstand Peter Stubbe.

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Schlagworte zum Thema:  Bremen, Neubau, Umbau, Wohnungswirtschaft, Stadtentwicklung

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