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Plusenergiehaussiedlung: Erkenntnisse aus dem Ludmilla-Wohnpark

Der Ludmilla-Wohnpark
Bild: Ziegelwerke Leipfinger-Bader (Vatersdorf, Buch am Erlbach)

Bereits seit 2010 beteiligen sich die niederbayerischen Ziegelwerke Leipfinger-Bader (Vatersdorf) am Bau- und Forschungsprojekt „Ludmilla Wohnpark“ in Landshut. Nach drei fertiggestellten Bauabschnitten können nun erste Erkenntnisse aus der Wohnanlage gewonnen werden.

Bei allen Wohneinheiten hatte die Nutzung erneuerbarer Energien Priorität. So werden Einzel-, Doppel- und Reihenhäuser mit einer Wärmepumpe beheizt, die über die Photovoltaikanlage mit Strom versorgt wird. Die Wärmepumpe ist zudem mit einer kontrollierten Wohnraumlüftung ausgestattet. Je nach Zeitschaltprogramm werden die Räume regelmäßig – zum Beispiel alle 15 Minuten – gelüftet. Außerdem misst ein Fühler den CO2-Gehalt im Haus, so dass bei einem erhöhten Wert die Lüftung automatisch anspringt. Auch bei den Mehrfamilienhäusern wird auf eine energetische Optimierung viel Wert gelegt: Blockheizkraftwerk und Gastherme sorgen dabei für Heizwärme und Warmwasser.

Der nicht verbrauchte Strom aus dem Blockheizkraftwerk wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Überschüssige Energie wird auch für die Elektromobilität verwendet. In Bauabschnitt vier werden deshalb eine Gemeinschaftstankstelle und ein Elektroauto vom Bauträger Ludmilla Wohnbau zur Verfügung gestellt.

Ziel des Forschungsprojektes ist es aufzuzeigen, wie mit einer energieeffizienten, monolithischen Ziegelbauweise und innovativer Anlagentechnik ein Plus an Energie erzeugt werden kann.

Schlagworte zum Thema:  Wohnungswirtschaft, Energieeffizienz

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