Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. (VNW) begrüßte Mitte Juni auf der Verbandstagung rund 200 Unternehmerinnen und Unternehmer aus ganz Norddeutschland. Redner waren neben dem Gastgeber, Verbandsdirektor Andreas Breitner, Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz, GdW-Präsident Axel Gedaschko sowie Blogger Sascha Lobo.

Wie der VNW anlässlich des Verbandstags bekannt gab, haben die 332 Mitgliedsunternehmen in 2016 insgesamt mehr als 1,6 Milliarden Euro in Neubau, Modernisierung und Instandhaltung investiert.

Olaf Scholz, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg: "Seit 2011 sind in Hamburg mehr als 65.000 Wohneinheiten genehmigt worden. Im gleichen Zeitraum wurden mehr als 37.000 Wohnungen fertiggestellt. Künftig werden wir pro Jahr die Voraussetzungen für 10.000 statt wie bisher 6.000 neue Wohnungen schaffen. Und schon jetzt ist Hamburg im Ländervergleich Spitzenreiter beim sozialen Wohnungsbau. Wir wollen zeigen, dass es möglich ist, eine attraktive boomende Metropole zu sein, die eng mit den Regionen um sie herum verknüpft ist, in der die Lebenshaltungskosten erschwinglich bleiben und es gute Wohnungen gibt. Das ist ein Ziel, an dem wir gerne auch weiterhin mit dem VNV, zum Beispiel im Bündnis für das Wohnen, arbeiten wollen."

Der Bau von neuen, bezahlbaren Wohnungen – vor allem in Groß- und Universitätsstädten – bleibt bundesweit höchst relevantes Thema. Dabei spielen Sozialwohnungen und Wohnungen für Menschen mit mittleren Einkommen eine entscheidende Rolle.

"In Norddeutschland benötigen wir bis 2020 rund 20.000 neue Sozialwohnungen. Davon ca. 10.000 in Hamburg, 6.000 in Schleswig-Holstein und rund 4.000 in Mecklenburg-Vorpommern. Nur so können wir die Nachfrage decken. Hamburg ist da mit dem im Bündnis für das Wohnen vereinbarten Drittelmix gut dabei. Auch der Ansatz des Pilotprojekts 'kostenoptimierter Effizienzwohnungsbau' ist grundsätzlich richtig. Hier wird der Bau von frei finanzierten Wohnungen gefördert, die in den ersten Jahren zu einer bezahlbaren Nettokaltmiete vermietet werden müssen. Wir plädieren hier aber für eine längere Laufzeit. Diese würde dann mit einer anderen, etwas höheren, aber dafür dauerhaften Miete einhergehen", sagte Andreas Breitner, VNW-Verbandsdirektor:

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