05.08.2016 | Wohnungswirtschaft

Antragsfrist für Förderprogramm "Variowohnungen" verlängert

Speziell in Ballungsgebieten sind viele Studenten auf Wohnungssuche (Symbolfoto)
Bild: Project Photos GmbH & Co. KG

Das Bundesbauministerium fördert den Bau von kleinen modularen Wohneinheiten, sogenannten Variowohnungen, mit 120 Millionen Euro aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm der Bundesregierung. Ziel ist es, bezahlbaren Wohnraum für Studierende und Auszubildende zu schaffen. Die Antragsfrist wurde nun verlängert und die Förderbedingungen vereinfacht.

Das Förderprogramm soll helfen, eine Konkurrenzsituation zwischen Flüchtlingen, Studenten und Auszubildenden zu vermeiden. Durch die Schaffung von zusätzlichen bezahlbaren Wohneinheiten soll sich die Lage in den Ballungsgebieten entspannen.

Ursprünglich sollten die Anträge bis zum 30.6.2016 eingereicht werden, nun wurde die Frist bis zum 30.9.2016 verlängert. Anträge können direkt bei der Bewilligungsbehörde, dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR), eingereicht werden. 

Zudem wurde die Förderrichtlinie aktualisiert und vereinfacht; der Innovationsgrad der eingereichten Projekte soll nun im Vordergrund stehen. Um verstärkt eine Umsetzung in den Ballungsgebieten zu fördern, wurde außerdem die zulässige monatliche Höchstmiete angehoben: Sie beträgt jetzt 300 Euro Warmmiete in den Städten Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Stuttgart, Köln und Düsseldorf sowie 280 Euro Warmmiete in allen anderen Städten. Ursprünglich war eine eine Warmmiete von maximal 260 Euro, in Städten mit sehr angespannter Wohnsituation von maximal 280 Euro vorgesehen.

GdW begrüßt Förderprogramm

Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. äußerte sich im November 2015 positiv zum Start des Förderprogramms. "Wir erhoffen uns, dass durch dieses Förderprogramm die Idee des modularen Bauens stärker in den Fokus der Aufmerksamkeit rückt", sagte Hauptgeschäftsführerin Ingeborg Esser. Variowohnungen könnten auch für andere Lebensentwürfe und -phasen eingesetzt werden. Sie seien variabel einsetzbar und könnten im Bedarfsfall leicht umgebaut oder zusammengelegt werden, so Esser. Besonders positiv hebt der GdW hervor, dass das Förderprogramm an nachhaltigen Kriterien ausgerichtet ist: Voraussetzung für die Förderung ist eine Zertifizierung des Bauvorhabens im Rahmen eines entsprechenden Siegels.

DSW: Förderprogramm ist "ausbaufähig"

Auch das Deutsche Studentenwerk (DSW) begrüßte das Programm bei seiner Bekanntgabe im November 2015 grundsätzlich. Allerdings sei eine Förderung in doppelter Höhe nötig, um die Programmziele zu erreichen: Die Förderung belaufe sich auf maximal 500 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Laut DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde wäre eine Förderung in doppelter Höhe, also von 1000 Euro pro Quadratmeter, erforderlich, um die ursprünglich vorgesehene Miete von 260 Euro einzuhalten. Dies könne "in Kombination mit Länderförderungen erreicht werden, jedoch nur, sofern die Länder mitspielen", sagte Meyer auf der Heyde.

Schlagworte zum Thema:  Wohnungswirtschaft, Neubau

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