21.03.2013 | Top-Thema Neubau

Wohnen an Stadtmauer und Warnow: Rostocker Neubauvorhaben im neuen Petriviertel

Kapitel
Grünflächen im Innenhof der Gebäude sind Teil des Konzeptes für das Neubauprojekt
Bild: WG WARNOW

Am Warnow-Ufer, in unmittelbarer Nähe zur Rostocker Innenstadt, baut die Wohnungsgenossenschaft WARNOW Rostock-Warnemünde e. G. (WG WARNOW) den „Wohnpark Petrihof“. Die Wohnungen wurden als KfW-40-Niedrigenergiehaus mit verschiedenen Größen, Grundrissen und Raumaufteilungen konzipiert. Moderne Architektur und großzügige Grünflächen prägen den Bau. Der Spatenstich erfolgte bereits.

Östlich der Rostocker Stadtmauer entsteht auf einer 15 Hektar großen Fläche ein attraktiver innerstädtischer Wohn- und Arbeitsstandort. Im Rahmen der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen und entsprechend der kommunalen Ziele wächst hier zwischen Altstadt und Warnow ein urbanes, innovatives und ökologisches Wohngebiet mit zeitgemäßem architektonischem Erscheinungsbild. Die WG WARNOW nahm sich als erstes Wohnungsunternehmen diesem Ziel an und erwarb 2010 ein fast 7.000 Quadratmeter großes Grundstück im neu entstehenden Petriviertel. Darauf realisiert sie bis zum Jahresende 2014 zwei Gewerbeeinheiten und 118 Genossenschaftswohnungen mit Wohnungsgrößen zwischen 36 und 99 Quadratmeter Wohnfläche. Die Neubauten tragen den Namen „Wohnpark Petrihof. Ihre vermietbare Fläche beträgt insgesamt 8.050 Quadratmeter; die Gesamtinvestitionskosten liegen bei ca. 20 Millionen Euro.

Urbanes Quartier
Das neue Petriviertel vereint urbanes Lebensgefühl mit einer Idylle, wie sie sonst am Stadtrand zu finden ist, und entspricht mit seiner Lage dem zunehmenden Wunsch aller Altersgruppen nach großstädtischer Infrastruktur und der Geborgenheit individuellen Wohnens. Zwei Haltestellen bis zur Shoppingmeile, zwei Minuten bis ans Schilf, ein Katzensprung in die Altstadt, ein paar Ruderschläge ins Angelrevier, nur 300m Entfernung zu den nächsten Einkaufsmärkten und auch Schule, Kindergarten und Sporthalle sind in der Nähe – das charakterisiert den Standort.
Im Petriviertel sollen eine moderne Architektur, eine ökologische und energieeffiziente Bauweise sowie großzügige Grün- und Freiflächen für hohe Lebensqualität sorgen. Es ist eingebettet in weitläufige öffentliche Grünflächen. Freiflächen und Bepflanzungen werden durch die unterirdische Anordnung der 123 Pkw-Stellplätze ermöglicht; und durch die gute ÖPNV-Anbindung kann das Auto auch mal stehen bleiben. Ein am historischen Vorbild orientiertes Grabensystem, das wie der noch erhaltene Fischerbruch die Straßen verbindet, verleiht dem Quartier zusätzliche Atmosphäre.


Architektur, Städtebau und Energieeffizienz
129 Architekturbüros aus ganz Deutschland und mehreren europäischen Ländern hatten sich Anfang 2011 zur Teilnahme am Planungswettbewerb für den „Wohnpark Petrihof“ beworben. Gemeinsam mit der Hansestadt Rostock wurden dann zehn Planungsbüros für eine Teilnahme am Realisierungswettbewerb ausgewählt. Ziel des Wettbewerbsverfahrens war es, eine hohe gestalterische und funktionelle Qualität der künftigen Wohnbebauung innerhalb des für Rostock und Mecklenburg-Vorpommern architektonisch, ökologisch und energetisch beispielhaften Wohngebietes „Petriviertel“ sicherzustellen. Im Mai 2011 entschied sich die Jury einstimmig für den Entwurf der Berliner Architekten Hans Josef Lankes und Per Köngeter.
Die vorgeschlagene bauliche Lösung nimmt die städtebauliche Grundform der 3- bis 5-geschossigen, zum naturnahen Landschaftsraum offenen Quartierbebauung auf. Sie finde, laut Jury, mit dem Motiv gliedernder Vertikalen, Stadthausstrukturen und sich nach Osten öffnenden Apartmenthäusern eine optimale Antwort für diesen besonderen Standort. Die Anforderungen an die Gebäude wurden im Gestaltungshandbuch „Petriviertel“ festgelegt: Gestaltung und Materialien sollen dem hohen Qualitätsanspruch des Gebietes sowie aktuellen ökologischen und energetischen Ansprüchen genügen. Die WG WARNOW formuliert darüber hinaus eigene Qualitätsstandards langlebiger attraktiver Wohngebäude.
Mit einer soliden Bauweise sorgt die WG Warnow für ein optimales Raumklima mit niedrigen Energiekosten. Das Gebäude wird als KfW 40-Niedrigenergiehaus nach der EnEV 2009 errichtet.

Grundrisse und Ausstattung
Die Wohngebäude bieten bezüglich Größe, Grundriss und Raumaufteilung eine große Vielfalt – von der kompakten 1-Raum- bis zur großzügigen 4-Raum-Wohnung. Alle 118 Wohnungen verfügen über mindestens einen Balkon oder eine Loggia. Im Erdgeschoss können die Bewohner direkt aus ihren Räumen in ihren eigenen kleinen Garten treten.
Das Augenmerk der Genossenschaft liegt auf einer zeitgemäßen Ausstattung mit hohem ästhetischen Anspruch: Großflächige Fenster sollen helle, lichtdurchflutete Wohnräume entstehen lassen, Echtholz-Parkett in mindestens drei verschiedenen Designvarianten sowie hochwertige Innentüren sollen in den Wohnräumen und im Flur ein behagliches Ambiente schaffen. Vom allgemein bekannten Standard in Mietwohnungen sollen auch die Bäder abweichen. Sie werden u. a. attraktive Sanitärmöbel aufweisen und barrierefrei nutzbar sein.
Nicht nur die Bäder, sondern alle Wohnräume erhalten eine Fußbodenheizung. In Küche und Bad sind zudem Lautsprecher für den Audioempfang vorgesehen. Eine umfassende und moderne technische Ausstattung rundet dies ab. Neben zeitgemäßen Lichtschaltern und Steckdosen sind ein Kabel-TV- und Internetzugang mit bis zu 100 Mbit/s-Downloadgeschwindigkeit oder Videogegensprechanlagen zur Erhöhung der Sicherheit vorgesehen. Nahezu alle Wohnungen sind zudem über einen Aufzug zu erreichen, der die Tiefgarage bequem anbindet.

Bezahlbares Wohnen
Neben einer besonderen Wohnlage und abwechslungsreichen Grundrissen profitieren die Bewohner des „Wohnparks Petrihof“ natürlich von den Vorteilen genossenschaftlichen Wohnens. Entsprechend dem Selbstverständnis als Genossenschaft schafft die WG WARNOW attraktiven und sicheren Wohnraum: Die Nutzungsgebühr wird sich zwischen 8,80 Euro und 10,50 Euro pro Quadratmeter bewegen. Die Entwicklung des Wohnparks Petrihof ist nach intensiven Planungen nunmehr weitestgehend abgeschlossen: Ende Juni 2012 wurde der Bauantrag gestellt, im November 2012 der symbolisch erste Spatenstich gesetzt und seit Januar 2013 liegt die Baugenehmigung vor.
Die Genossenschaft vermarktet die Wohnungen intensiv: Im Oktober 2012 lud sie alle registrierten Interessenten zu einer Informationsveranstaltung ein, der gut 400 Interessierte folgten. Um ihnen einen besseren Einblick zu verschaffen, wurde eigens eine Broschüre erstellt, die Vielfalt an Wohnungen bezüglich Größe, Grundriss und Raumaufteilung verdeutlicht. In Gesprächen mit den Interessenten werden dann wichtige Fragen und Wünsche geklärt. Ende März 2013 möchte die WG WARNOW bereits eine Vollvermietung bekannt geben können – aktuell sind weit mehr als die Hälfte der Wohnungen vorreserviert.

Verantwortung für Mitglieder, Gesellschaft und Stadt
Die Wohn- und Lebensqualität der Mitglieder zu steigern, ist ein vorrangiges Anliegen, das bei allen geschäftspolitischen Entscheidungen im Vordergrund steht. Dabei besteht die größte Herausforderung in der qualitativen Zukunftssicherung des eigenen Objektbestandes und des Wohnumfeldes. Auch der Ausbau der Service- und Dienstleistungsqualität liegt der Genossenschaft sehr am Herzen. Getreu ihrem Motto „Wohnen und wohlfühlen“ macht sie das Wohnen in Rostock attraktiver. Mit ihren Investitionen in Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen möchte die WG WARNOW das Stadtbild Rostocks auch für künftige Generationen mit einer anspruchsvollen modernen Architektur gestalten sowie Arbeitsplätze mit regionaler Verbundenheit im Handwerk sichern.
Die Unternehmensstrategie setzt zwar Schwerpunkte in der Erhaltung und Erneuerung des Wohnungsbestandes. Durch den gezielten Erwerb und Neubau attraktiver Wohnimmobilien in nachgefragten Stadtgebieten optimiert und vergrößert die Genossenschaft jedoch nachhaltig ihren Wohnungsbestand. Insbesondere ist sie daran interessiert, das genossenschaftliche Wohnen durch den Bau geschlossener Wohnquartiere zu fördern und den langjährigen sowie neuen Mitgliedern komfortablen und modernen Wohnraum in einem lebensfreundlichen, sozial stabilen Umfeld zur Verfügung zu stellen. Dazu beteiligt sich die WG WARNOW aktiv an der sozialen und städtebaulichen (Innen)Entwicklung der Hansestadt Rostock. Der „Wohnpark Petrihof“ ist dafür ein Beleg.

Hagen Hildebrandt

Vorstandsvorsitzender WG WARNOW Rostock Warnemünde

Schlagworte zum Thema:  Neubau, Ersatzneubau

Aktuell

Meistgelesen