05.06.2014 | Neubau in Frankfurt

Richtfest für Effizienzhaus-Plus-Gebäude

Visualisierung des Gebäudes
Bild: Nassauische Heimstätte

Im Mai feierte die Nassauische Heimstätte in Frankfurt-Riedberg Richtfest für ein Effizienzhaus-Plus-Gebäude, das rund 60 Prozent mehr Strom produziert, als es verbraucht.

Auf dem Dach des Gebäudes und an der Südfassade sind Photovoltaikmodule angebracht. Zusätzlich verfügt das Effizienzhaus-Plus-Gebäude über einen unterirdischen Eisspeicher. Er liegt nur etwa einen Meter unter der Erde, teure und aufwändige geothermische Bohrungen entfallen damit. Die Wärmeversorgung funktioniert auch, wenn die Temperaturen mal längere Zeit unter den Gefrierpunkt fallen. Der Eisspeicher nutzt dann die hohen Energieerträge beim Phasenübergang von Wasser zu Eis für die Wärmeerzeugung. Die Gebäudeform sowie die Kompaktheit des Baukörpers und seine Ausrichtung sorgen dafür, dass Tageslicht, natürliche Lüftung und Sonneneinstrahlung optimal genutzt werden können.

Auch das Mobilitätskonzept ist auf Nachhaltigkeit ausgerichtet: Mit dem überschüssigen Strom werden Elektrofahrzeuge in der hauseigenen Tiefgarage aufgeladen. Elektroautos und E-Bikes sollen von den Mietern gemeinsam genutzt werden. Nach Angaben des Unternehmens reicht die zur Verfügung stehende Strommenge, damit zehn Elektromobile jeweils 12.800 Kilometer im Jahr fahren können. Zukünftige Mieter könnten also auf ein eigenes Fahrzeug verzichten.

Die Baukosten für das Effizienzhaus-Plus-Gebäude liegen um etwa 25 Prozent über denen eines herkömmlich nach den Vorgaben der Energieeinsparverordnung errichteten Gebäudes. Neben der Wohnungsbauförderung durch das Land Hessen und die Stadt Frankfurt kommen weitere Fördermittel des Bundesbauministeriums für Modellhäuser hinzu, die den Effizienzhaus-Plus-Standard erfüllen, sowie aus dem KfW-Programm Energieeffizient Bauen. Voraussetzung für die Fördermittel ist eine zweijährige wissenschaftliche Begleitung des Projekts.

Schlagworte zum Thema:  Wohnungswirtschaft, Neubau, Energie, Wärme

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