Die Gesellschafter der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt (NH) haben eine Aufstockung des Eigenkapitals in Höhe von 200.236.267 Euro beschlossen. 200 Millionen Euro kommen vom Hauptgesellschafter, dem Land Hessen. In den nächsten fünf Jahren will die NH 4.900 Wohnungen bauen.

Die hessische Wohnungsbauministerin und NH-Aufsichtsratsvorsitzende Priska Hinz machte deutlich, dass die Kapitalaufstockung mit einem klaren Auftrag an das Unternehmen verknüpft sei, den Wohnungsbau in den nächsten Jahren deutlich auszuweiten.

Das Kapital wird in vier Jahrestranchen aufgeteilt, die ersten 50 Millionen Euro werden noch in diesem Monat überwiesen.

In der überarbeiteten Investitionsplanung der Unternehmensgruppe für die nächsten fünf Jahre stehen nun eine Milliarde Euro für den Wohnungsneubau zur Verfügung, davon über 800 Millionen Euro für Mietwohnungen.

Dank der Aufstockung des Eigenkapitals könne die Unternehmensgruppe in den nächsten fünf Jahren insgesamt 4.900 Wohnungen bauen, erklärte der Leitende Geschäftsführer Dr. Thomas Hain. Ein "nicht unerheblicher" Teil der Wohnungen werde als geförderter Wohnraum errichtet, sagte Dr. Hain. Die Wohnungen entstehen vor allem in der Rhein-Main-Region. Ein Teil der Neubauten wird erst in den Jahren ab 2022 bezugsfertig sein.

In Bayern hat der Landtag kürzlich beschlossen, die Landesmittel für den sozialen Wohnungsbau zu halbieren. Der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen e.V. (VdW Bayern) hält das für ein falsches Signal.

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