11.06.2015 | Kommentar

Ist die Zinswende da?

Bankeneinstand für 10-Jährige Zinsbindungen
Bild: DGZF- Einstandskurve

Seit Mitte April 2015 stieg der Zins für 10-jährige Finanzierungen um über 0,8 Prozent. Einen ähnlich starken Zinsanstieg hatten wir zuletzt 2013, dieser erfolgte aber über vier Monate und nicht wie jetzt über sechs Wochen. Was sind die Ursachen? 

Zunächst gab es eine technische Reaktion. Viele Investoren realisierten ihre Gewinne, die sie auf den Anleihemärkten in den letzten Monaten erzielt hatten, durch massive Verkäufe. Auch das Ankaufsprogramm der EZB reichte nicht aus, um die durch die Verkäufe ausgelösten Kursverluste – und die damit steigenden Zinsen – zu kompensieren. Der jüngste Zinsanstieg der letzten Tage beruhte aber auf der Meldung der überraschend starken Teuerung in der Eurozone. Steigende Ölpreise, Lösungen in der Griechenlandkrise oder im Ukrainekonflikt oder eine weiter anziehende Konjunktur oder Inflation werden die Zinsen weiter steigen lassen. Immer mehr Experten rechnen daher mit weiter fallenden Kursen bei Bundesanleihen und damit steigenden Zinsen.

Schlagworte zum Thema:  Wohnungswirtschaft, Finanzierung, Zinsen

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