460 Privathaushalte und 22 Gewerbebetriebe der Wohnungsbaugenossenschaft „Bremer Höhe“ in Berlin werden zukünftig umweltfreundlich durch drei „Energiezentralen“ versorgt. Über die Organisation Atmosfair erfolgt zudem eine Kompensation der Rest-Emissionen. Bundesumweltministerin Svenja Schulze bezeichnete das Vorhaben als „Vorbildprojekt für einen klimaneutralen Gebäudebestand“.

Umgesetzt wird das Projekt von der Berliner Energieagentur (BEA), mit der die Bremer Höhe seit Jahren kooperiert. Die Genossenschaft legt seit 2001 Wert auf eine möglichst effiziente und ressourcenschonende Energieversorgung. Bei dem Projekt im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg werden drei Energiezentralen unter den Dächern in der fünften Etage von Gebäuden der Wohnungsbaugenossenschaft eingerichtet.

Kernstück sind drei erdgasbetriebene Blockheizkraftwerke (BHKW), durch sie sollen zukünftig 233 Tonnen Treibhausgase vermieden werden. Die Anlagen erzeugen Strom und Wärme in einem Prozess.

Förderung von Kleinbiogasanlagen in Nepal

Durch die Kooperation mit Atmosfair werden laut BEA die verbleibenden CO2-Emissionen vollständig kompensiert, indem Bauern in Nepal die gesundheits- und umweltschädliche Verbrennung von Holz auf selbstbetriebene Kleinbiogasanlagen umstellen können. In diesen sehr einfachen Anlagen werde Kuhdung mit Wasser vermischt und in einem Faulbehälter zu klimaneutralem Biogas vergoren. Insgesamt wolle Atmosfair in Nepal die Anschaffung von rund 20.000 Kleinbiogasanlagen mit 80 Prozent der Investitionskosten über Zuschüsse und Mikrokredite fördern. 

 

Die Installation der Energiezentralen soll zur nächsten Heizperiode abgeschlossen sein. Alle Bewohner der Genossenschaft hätten zudem weiterhin die Möglichkeit, den von der BEA angebotenen Mieterstrom zu beziehen.

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