Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte / Wohnstadt plant in der Frankfurter Straße in Kassel den Bau von rund 335 Wohnungen – davon sollen 25 Prozent gefördert sein. Im Erdgeschoss sind Läden geplant. Das ehemalige Versorgungsamt aus den 1960er Jahren wird abgerissen. Das Unternehmen rechnet mit Investitionen von etwa 106 Millionen Euro.

Verkäufer des Grundstücks ist der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH). Der Haushaltsausschuss des hessischen Landtages in Wiesbaden muss dem Verkauf noch zustimmen. Dr. Constantin Westphal, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe, kündigte an, in den kommenden Jahren 4.900 neue Wohnungen auf den Weg bringen zu wollen. Was fehlt, sind baureife Grundstücke.

Im Mai hatte der Landtag in Wiesbaden eine neue Bauordnung verabschiedet: Künftig soll schneller und günstiger gebaut werden können. Im Oktober ist Landtagswahl in Hessen. Sollten die Sozialdemokraten gewinnen, haben sie angekündigt, dass es zu einem Mietpreisstopp bei der Nassauischen Heimstätte kommen wird.

Baubeginn nicht vor 2021

Die rund 335 Wohnungen von Nassauische Heimstätte / Wohnstadt in Kassel sollen eine Wohnfläche von insgesamt etwa 25.000 Quadratmeter haben. Auch Gewerbeflächen sind geplant. Dafür sind weitere 3.500 Quadratmeter vorgesehen. Zuvor muss an der Stelle aber noch Baurecht geschaffen werden vor 2021 ist dem Unternehmen zufolge nicht mit einem Baubeginn zu rechnen. Die Stadt stehe dem Vorhaben jedoch positiv gegenüber, heißt es in der Mitteilung.

An der Einmündung der Heinrich- Heine-Straße soll ein Quartiersplatz und Gebäude mit Nahversorger entstehen. Durch die Einbindung eines Grundstücks an der rückwärtigen Rembrandtstraße entsteht zusätzlicher Wohnraum. Ab Mitte 2019 entsteht in Kassel außerdem ein neues Wohnquartier, das die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Kassel m.b.H. (GWG) bauen wird.

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