06.06.2012 | Kommunales Wohnungsunternehmen: Jubiläum

90 Jahre Saga GWG

Errichtung Block 2 der Grindelhochhäuser
Bild: SAGA GWG

Am 4. Juni feierte Deutschlands größtes kommunales Wohnungsunternehmen, Saga GWG, Jubiläum. Ihr 90-jähriges Bestehen beging das Unternehmen mit einem Senatsempfang im Kaisersaal des Hamburger Rathauses.

Zu den Gästen aus Politik, Verwaltung, Wohnungs- und Immobilienwirtschaft sprachen Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz, der Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, Axel Gedaschko, und der Saga GWG-Vorstandsvorsitzende Lutz Basse. Zeitgleich wurde die Ausstellung „Verantwortung für Hamburg – 90 Jahre Saga GWG“ eröffnet, die vom 4. bis 24. Juni im Rathaus präsentiert wird.

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz betonte, die Saga GWG sei als kerngesundes Unternehmen wichtiger Arbeitgeber und Auftraggeber der regionalen Wirtschaft und habe für die Stadtentwicklung der Hansestadt große Bedeutung. „In den kommenden Jahren gibt es eine Vielzahl von Herausforderungen für die Wohnungswirtschaft. Hier gilt es, den Wohnungsbestand konsequent an die zunehmenden Anforderungen des demografischen Wandels aber auch an die Forderungen des Klimaschutzes und der Energiewende anzupassen", sagte Gedaschko. Gleichzeitig müsse das Wohnen bezahlbar bleiben. Kommunale und öffentliche Wohnungsunternehmen wie die Saga GWG seien vor diesem Hintergrund unverzichtbar.

Begonnen hat die Geschichte der beiden heutigen Gesellschaften Saga Siedlungs-AG Hamburg und GWG Gesellschaft für Wohnen und Bauen GmbH in den 1920er Jahren. Die Saga entstand im Jahr 1922 aus einem politischen Impuls heraus im damals noch von Hamburg unabhängigen Altona, während die Vorgängergesellschaft der GWG im Jahr 1926 als eine Initiative der Gewerkschaften als Neue Heimat Hamburg ins Leben gerufen wurde. 

Während der Inflation und der Weltwirtschaftskrise erlebte der soziale Wohnungsbau in Hamburg einen großen Aufschwung. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs waren jedoch 1.115 von insgesamt 6.670 Saga-Wohnungen vollständig zerstört und weitere 259 derart beschädigt, dass sie nicht mehr genutzt werden können. Der Wiederaufbau begann im Auftrag der britischen Militärregierung mit dem Baubeginn der Grindelhochhäuser. Seit dem Jahr 1999 sind Saga und GWG unter einem Konzerndach vereint. Im Jahr 2007 wurde auch die kapitalseitige Integration vollzogen.

Heute ist die Saga GWG mit über 130.000 Wohnungen und 1.500 Gewerbeobjekte in beinahe allen Hamburger Stadtteilen vertreten.

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