17.02.2015 | Top-Thema Management von Instandhaltungskosten

Instand gehaltene Gebäude können ein Wettbewerbsvorteil sein

Kapitel
Unternehmenszentrale der Gewoba
Bild: Gewobau

Wohngebäude sind aber mehr als die reine Ansammlung von Wohnungen. Sie sind eng verknüpft mit sozialen Grundwerten der Menschen, da das Wohnen ein Grundbedürfnis darstellt.

Die Wohnung und das Wohnumfeld tragen entscheidend zur Lebensqualität, zum Wohlergehen und zur Zufriedenheit der Menschen bei und stehen daher auch in einem größeren baulichen, städtischen und soziokulturellen Kontext. Gut instand gehaltene Gebäude ganzer Straßenzüge und Quartiere bedeuten deshalb nicht nur die Steigerung von Lebensqualität, sondern immer auch die Chance zur Erhöhung der Standortqualität und damit einen wirtschaftlichen Wettbewerbsvorteil.

Es gibt vorbildliche Beispiele exzellenter Instandhaltung mit nachgewiesener Impulswirkung für ein ganzes Quartier – wie z.B. in Bremen. Zwischen 1967 und 1975 entstand etwas außerhalb des Zentrums ein sogenanntes Demonstrativbauvorhaben des Bundes: die Großwohnsiedlung "Tenever". Private Investoren nahmen es dann später mit der Instandhaltung nicht so genau. Diese Wohnblöcke verfielen zunehmend. Steigende Leerstandsquoten und ein sich zusehends verschlechterndes Image der Siedlung sowie der sozialen Strukturen waren die Folge. Ende der 1990er Jahre übernahm dann die Gewoba diese Bestände, sanierte sie, schaffte Grünflächen u. v. m. Vor allem hielt sie ein waches Auge auf den Bestand. Das Ergebnis: Die Menschen wohnen wieder gerne in Tenever und die Gewoba verdient mit den Wohnungen Geld – es herrscht wieder Vollvermietung. In vielen anderen Fällen werden die Chancen einer besseren Instandhaltung aber noch nicht ausreichend genutzt, ja oft nicht einmal erkannt.

Schlagworte zum Thema:  Wohnungswirtschaft, Modernisierung, Instandhaltung, Investition

Aktuell

Meistgelesen