27.11.2013 | IfK Preis 2013

Kooperation oder Fusion?

Preisübergabe: Institutsleiter Professor Markus Mändle und Preisträger Arno Zintz (Erster und Dritter von links) sowie die Genossenschaftsvorstände Hanns Hub, Klaus-Dieter Kadner, Peter Hasmann und Siegfried Lorenz (von links)
Bild: Haufe Online Redaktion

Wohnungsgenossenschaften überdenken zum Teil Kooperationen mit anderen Wohnungsgenossenschaften. Doch wann gehen die Vorteile so weit, dass man über eine Fusion von Wohnungsgenossenschaften nachdenken sollte? Welche Faktoren begünstigen eine Fusion, welche machen sie erfolgreich? Und: Wo liegen die Probleme?

Mit dieser Thematik setzte sich Arno Zintz, Absolvent des Studiengangs Immobilienwirtschaft der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) auseinander, der für seine Bachelorarbeit mit dem Titel "Fusion von Wohnungsgenossenschaften – Erfordernisse, Erfolgsfaktoren, Grenzen" den diesjährigen Preis des Instituts für Kooperationswesen (IfK) verliehen bekam. Das Institut für Kooperationswesen ist eine wissenschaftliche Einrichtung an der Hochschule mit einem besonderen Tätigkeitsschwerpunkt im Bereich des Genossenschaftswesens.

Gestiftet wird der Preis von vier Stuttgarter Wohnungsgenossenschaften, der BGC Baugenossenschaft Bad Cannstatt eG, der Baugenossenschaft Feuerbach-Weilimdorf eG, der BGZ Baugenossenschaft Zuffenhausen eG und der GWF Wohnungsgenossenschaft eG, die alle dem Institutsbeirat des IfK angehören. Wie Institutsleiter und Preisinitiator Professor Dr. Markus Mändle erläutert, sind Fusionen bei Wohnungsgenossenschaften „kein Selbstläufer“ und nur unter ganz bestimmten Bedingungen erfolgreich: „Hier sind nicht nur die klassischen Skalen- und Verbundeffekte relevant, sondern vor allem personelle, steuerliche und finanzwirtschaftliche Aspekte sowie Fragen der lokalen Wettbewerbsposition, der Standort- und Bestandspolitik, der Unternehmenskultur und nicht zu­letzt auch die Position der Mitglieder und Mitarbeiter.“ Peter Hasmann, Vorstand der BGC Bau­genossenschaft Bad Cannstatt eG, lobte in seiner Laudatio den Nutzen der Bachelorarbeit für die Praxis: "Die Arbeit von Herrn Zintz gibt auch dem Genossenschaftspraktiker einen guten Überblick zum Einstieg in dieses schwierige Thema.“ Auch nach Beendigung seines Studiums bleibt Arno Zintz der Wohnungswirtschaft treu – er ist zwischenzeitlich beim vbw Verband baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. in Stuttgart tätig, im Bereich des Prüfungswesens.

Schlagworte zum Thema:  Genossenschaft

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