Luftaufnahme des Projektgebiets Bild: IBA Hamburg / Falcon Crest

Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, das Bezirksamt Bergedorf und die IBA Hamburg GmbH haben die Eckpunkte des anstehenden Planungsverfahrens für den neuen Stadtteil Oberbillwerder vorgestellt. Es handelt sich um das zweitgrößte Hamburger Stadtentwicklungsprojekt nach der Hafencity. Die derzeitigen Planungen gehen von 7.000 bis 8.000 Wohneinheiten aus.

Die Planungen für das rund 120 Hektar große Gebiet haben begonnen: Die Auswertung von über 400 Beiträgen von Bürgerinnen und Bürgern, zahlreiche Gutachten und die Erkenntnisse aus einer Ideenwerkstatt fließen in das Aufgabenpapier ein, auf dessen Grundlage internationale Planungsbüros bis zum Frühjahr 2018 einen städtebaulich-freiraumplanerischen Entwurf für den neuen Stadtteil erarbeiten sollen.

Die IBA Hamburg arbeitet für die Entwicklung des Masterplans in Absprache mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen und dem Bezirksamt Bergedorf sowie mit Experten, Stadt- und Landschaftsplanern, Architekten, Politik und lokalen Akteuren zusammen. Insgesamt wird sich der Planungs- und Realisierungsprozess Oberbillwerders voraussichtlich über 10 bis 15 Jahre erstrecken. 

Ziel: ein moderner und lebendiger Stadtteil

Oberbillwerder soll künftig unterschiedlichen Bewohnern Raum für Wohnen, Arbeit, Bildung, Freizeit, Sport und Erholung bieten. Geplant ist, verschiedene Angebote vom studentischen bis zum barrierefreien Wohnen, vom Eigentum- bis zum geförderten Mietwohnungsbau zu schaffen. Nach jetzigem Stand sind 7.000 bis 8.000 Wohneinheiten unterschiedlicher Bautypologien in mehrheitlich vier bis sieben Geschossen sowie modernen Stadthäusern geplant. Rund ein Drittel der Wohneinheiten werden zum Eigentumserwerb vorgesehen, ein Drittel öffentlich gefördert und ein Drittel freifinanziert. In Oberbillwerder sollen darüber hinaus bis zu 7.000 neue Arbeitsplätze entstehen.  

Die IBA Hamburg will umfassend über den anstehenden Planungsprozess für Oberbillwerder informieren und Bürger zur Mitwirkung einzuladen. Geplant sind unter anderem Veranstaltungen, Gespräche mit Vereinen und Initiativen, zielgruppengerechte Workshops, Angebote der Online-Beteiligung, eine öffentliche Ideenwerkstatt mit Experten und aufsuchende Befragungen in Bergedorf.

Schlagworte zum Thema:  Stadtentwicklung

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