| Wohnungswirtschaft

hwg-Vorstand promoviert über soziale Dienstleistungen

Dr. David Wilde
Bild: hwg eG

Dr. David Wilde, Vorstand der Hattinger Wohnungsgenossenschaft eG (hwg eG), hat mit seiner Dissertation zum Thema "Soziale Dienste in Wohnungsgenossenschaften" seine berufsbegleitende Promotion abgeschlossen. Die Doktorarbeit befasst sich u. a. mit der Frage, in welchem Umfang und mit welcher Motivation solche Dienste angeboten werden.

 Wilde sammelte in Interviews mit Führungskräften empirisches Material zum strategischen Management deutscher Wohnungsgenossenschaften. Dabei stellte er fest, dass sowohl die Motivationen als auch die Kapazitäten, soziale Dienste anzubieten, variieren. Nach Wilde lassen sich drei Typen von Genossenschaften identifizieren: Bei den "Innovatoren" handelt es sich um Genossenschaften, die soziale Dienste als Teil ihres Förderauftrags ansehen, umfangreiche Leistungen anbieten und professionelle Managementinstrumente einsetzen. Die "Adaptierer" würden hingegen nur punktuell soziale Dienstleistungen offerieren, und die "Skeptiker" erreichen hohe Vermietungserfolge und eine hohe Zufriedenheit ihrer Mitglieder, auch ohne soziale Dienste anzubieten.

In seiner Schlussfolgerung warnt Wilde davor, Wohnungsgenossenschaften zu überfordern. "Während größere Wohnungsgenossenschaften überwiegend über Führungskräfte mit Hochschulabschlüssen verfügen, fehlt es den kleinen Unternehmen häufig noch an professioneller Managementkompetenz", so Wilde.

Betreut wurde die Forschungsarbeit durch Professor Rolf G. Heinze von der Ruhr-Universität Bochum sowie von Professor Volker Eichener, Rektor der EBZ Business School, deren Schwerpunkt im Bereich Wohnungs- und Immobilienwirtschaft liegt. In unserem Interview mit EBZ-Vorstand Klaus Leuchtmann erfahren Sie mehr über die Geschichte der EBZ.

Schlagworte zum Thema:  Wohnungswirtschaft, Weiterbildung

Aktuell

Meistgelesen