| Housing Improvement District Steilshoop

Innovationsquartier soll Wohn- und Lebensqualität erhöhen

In Hamburg geht das erste HID Europas an den Start.
Bild: Verena Münch ⁄

In Hamburgs Großsiedlung Steilshoop – hier leben rund 15.000 Einwohner – haben die Immobilieneigentümer gemeinsam mit der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt und dem Bezirksamt Wandsbek ein Housing Improvement District (HID) ins Leben gerufen.

Damit geht der erste HID in Europa an den Start, in dem das Prinzip eines Business Improvement Districts (BID) erstmalsauf ein Wohnquartier übertragen wird. 

Das Innovationsquartier Steilshoop (InQ) genannte HID hat das Ziel, die Wohn- und Lebensqualität im Stadtteil Steilshoop aufzuwerten. Die ansässigen, seit 2005 bei der Quartiersaufwertung kooperierenden Grundeigentümer – u.a. die kommunale SAGA GWG, die GAGFAH, die Schiffszimmerer Genossenschaft und das Bau- und Immobilienunternehmen Rebien – teilen sich im Rahmen des InQ die Investitionen für die Neugestaltung des Stadtteils. Die Bau- und Umgestaltungsmaßnahmen in Höhe von rund 2,4 Millionen Euro sollen 2017 abgeschlossen sein. Zusätzlich plant die Stadt rund 4,4 Millionen Euro Städtebauförderungsmittel u.a. für die Neugestaltung einer Fläche vor dem Quartiers-Einkaufszentrum ein. 

HIDs sind klar begrenzte Wohngebiete, in denen auf Veranlassung der Betroffenen in einem festgelegten Zeitraum (fünf Jahre) in Eigenorganisation Maßnahmen zur Quartiersaufwertung durchgeführt werden. Finanziert wird das HID durch eine kommunale Abgabe, die alle im Gebiet ansässigen Grundeigentümer leisten. Der Senat hat dafür Ende November 2012 die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen. 

Weitere Informationen: www.urban-improvement-districts.de

Schlagworte zum Thema:  Aufwertung

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