24.11.2014 | Holzhaus-Siedlung

Gemeinschaftsgefühl für viele Generationen

Häuser in der Siedlung: Jedes Gebäude hat maximal 100 m²
Bild: ZimmerMeisterHaus

Mitte 2014 entstand im Chiemgau in Bad Endorf eine außergewöhnliche Holzhaus-Siedlung in ökologischer Passivhaus-Bauweise. Angelegt für eine Baugruppe, die in aktiver Nachbarschaft und gleichzeitig individuell wohnen will, fühlen sich jung und alt in der Siedlung mit insgesamt zehn Holzhäusern wohl. 24 Menschen wohnen bereits dort, maximal könnten es 30 insgesamt werden.

Die Gebäude präsentieren sich als neue Form des gemeinschaftlichen Planens, Bauens und Wohnens. Umgesetzt wurde das spannende Projekt von der ZimmerMeisterHaus-Manufaktur Wörndl aus Eggstätt. Initiator der innovativen Bauaufgabe ist Hans Fritz, der den Plan für die Siedlung auf dem 2700 m² großen Gelände erarbeite. Gemeinsam entwickelten die Beteiligten ein Jahr lang die Hausgrößen nach dem Motto „So groß wie notwendig und so klein als möglich.“ Herausgekommen ist eine besonders gefällige Größe der Wohneinheiten und genug Raum bei optimierten insgesamt 880 m² Wohnfläche für elf Wohn-Einheiten.

Die fünf zweistöckigen Häuser sind baugleich und haben je 100 m² Wohnfläche. Bei einem Gebäude ist auch die Innenverkleidung ganz in Holz ausgeführt. Alle anderen Häuser sind innen mit Gipsfaserplatten verkleidet. Vier etwas kleinere Bungalows sind ebenfalls baugleich. Im zehnten Haus befinden sich zwei 40 m² Wohnungen, ein 62 m² Gemeinschaftsraum und ein 23 m² Atelier. Hinzu kommen 15 Garagen, 11 Stellplätze und 300 m² zusätzliche Nutzfläche, die sich auf die einzelnen Einheiten aufteilt.

Das Vorhaben punktet mit einem hervorragend passenden Energiekonzept. Jedes Haus hat eine eigene Heizeinheit, ein elektrisch betriebenes Kombigerät für Heizung, Lüftung und Warmwasser. Integriert sind ein 170 Liter Warmwasserspeicher, Vor- und Rücklauf für die Fußbodenheizung und die kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung. Hinzu kommen eine Luft-Wasser Wärmepumpe und ein intelligent gesteuertes sogenanntes „E-Heizschwert“ für extrem kalte Tage. Zusätzlich hat jedes Haus eine eigen 4,2 KWh Photovoltaik-Anlage für die Eigenstromnutzung.

Schlagworte zum Thema:  Wohnungswirtschaft, Projektentwicklung

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