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Handel mit großen Wohnungsbeständen im ersten Halbjahr erlahmt

Die Anzahl der großen Transaktionen hat abgenommen (Symbolfoto)
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Handel mit größeren Wohnungsbeständen ab 800 Einheiten hat stark abgenommen. In der ersten Jahreshälfte 2016 kam es zu 19 Transaktionen, bei denen lediglich 34.000 Wohnungen gehandelt wurden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

Nach mehreren Jahren mit einer hohen Marktdynamik sei der Trend nun gebrochen, vermeldete das BBSR. In der ersten Jahreshälfte 2016 kam es lediglich zu einem Verkauf mit mehr als 5.000 Einheiten; ein Verkauf eines Portfolios mit mehr als 10.000 Wohnungen fand überhaupt nicht statt. Die Zahl der Transaktionen in der Größenordnung 100 bis 800 Wohnungen bleibt hingegen konstant hoch. In den ersten sechs Monaten wurden bei 38 Verkäufen 10.800 Wohnungen gehandelt.

"Die Entwicklung des Handelsgeschehens hängt nach wie vor von den verfügbaren Wohnungsbeständen und möglichen Übernahmeoptionen ab", sagte BBSR-Direktor Harald Herrmann. "Die wachstumsorientierten Wohnungsunternehmen verfügen über ein hohes Maß an Liquidität, das sie zur Ausweitung ihres Portfolios nutzen." Da der deutsche Wohnungsmarkt nach wie vor als sicherer und gewinnbringender Anlagemarkt gelte, könne auch weiterhin mit einem regen Interesse an deutschen Wohnungsportfolios gerechnet werden. Das zeigten die jüngsten Entwicklungen um ein Portfolio mit tausenden Wohnungen. Es seien allerdings kaum große Portfolios am Markt verfügbar, sodass sich der Handel in den kommenden Monaten weiterhin auf kleinere Bestände konzentrieren werde, prognostizierte Herrmann.

In der Datenbank Wohnungstransaktionen erfasst das BBSR seit Ende der 1990er Jahre den Verkauf von Mietwohnungsbeständen und ganzen Wohnungsunternehmen in Deutschland.

Schlagworte zum Thema:  Wohnungswirtschaft

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