07.03.2017 | BBSR

Wohnungsmarkt: Handel mit großen Beständen weiter rückläufig

Kleinere Transaktionen gewinnen an Bedeutung, da es an großen Beständen ab 800 Wohnungen fehlt
Bild: BBSR

Der Handel mit Mietshäusern ab 800 Wohnungen ist 2016 im Vergleich zu den Vorjahren deutlich zurückgegangen, wie eine Auswertung der Datenbank Wohnungstransaktionen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt-, und Raumforschung (BBSR) zeigt. Der Wert sank auf unter 100.000, während in den drei Jahren zuvor jeweils mehr als 300.000 Wohnungen verkauft worden waren. Grund sei das mangelnde Angebot an großen Beständen, so BBSR-Direktor Harald Herrmann.

„Das knappe Angebot steht der großen Nachfrage und dem Wachstumsdrang von börsennotierten Wohnungsunternehmen gegenüber“, betont Herrmann. Gerade die Immobilien-AGs könnten wegen der günstigen Bedingungen auf dem Kapitalmarkt und neuen Finanzierungsinstrumenten weitere Großzukäufe tätigen.

"Dieses Spannungsverhältnis wird auch den Transaktionsmarkt in 2017 maßgeblich bestimmen", ist Herrmann überzeugt. Der Trend hatte sich bereits nach dem ersten Halbjahr 2016 abgezeichnet: Der Handel mit größeren Wohnungsbeständen ab 800 Einheiten hatte bereits damals stark abgenommen. In der ersten Jahreshälfte 2016 kam es laut BBSR lediglich zu 19 Transaktionen, bei denen 34.000 Wohnungen gehandelt wurden.

Wohnungsmarkt: Bedeutung kleiner Transaktionen wächst

Im Gegenzug sei die Bedeutung kleinerer Transaktionen (zwischen 800 bis 2.000 Wohnungen) deutlich angestiegen, so Herrmann. Ihr Anteil am Marktvolumen lag 2016 bei 31 Prozent – das ist der zweithöchste Wert in der BBSR-Datenbank seit Beobachtungsbeginn 1999.

Schlagworte zum Thema:  Wohnungswirtschaft

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