Wer in eine neue Hamburger Sozialwohnung zieht, ist dem NDR zufolge bald fünf Jahre länger vor Mieterhöhungen sicher. Man habe sich mit der Wohnungswirtschaft geeinigt, teilte Stadtentwicklungssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt dem Sender NDR 90,3 mit.

Der Hamburger Senat verlängere die Bindungsfristen für diese Wohnungen von 15 auf 20 Jahre. "Das heißt, wir können ab dem 1. Januar kommenden Jahres Bindungslaufzeiten von 20 Jahren neu vereinbaren", sagte die SPD-Politikerin im Interview mit dem NDR. Das kommunale Wohnungsunternehmen Saga verlängere die Sozialbindung bei Neubauten sogar auf 30 Jahre. Der Direktor des Verbandes norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Andreas Breitner, begrüßte den Beschluss des Hamburger Senats: "Zur weiteren Entspannung des Hamburger Wohnungsmarktes ist es richtig und klug, mehr geförderten Wohnungsbau zu realisieren und die Bindungen zu verlängern", kommentierte Breitner.

Zahl der Sozialwohnungen soll gehalten werden

Ebenfalls ab Januar kommenden Jahres wolle man mehr Mittel für den öffentlich geförderten Wohnungsbau bereitstellen, sagte Stapelfeldt weiter im Interview. Es sei wichtig, dass die aktuelle Zahl an Sozialwohnungen in Hamburg, knapp unter 80.000, gehalten werde. Ausgehend vom geplanten Neubauvolumen sei man zuversichtlich, dieses Ziel einhalten zu können. Im Bündnis für das Wohnen sind 3.000 Wohnungen als Zielzahl für den Bau geförderter Mietwohnungen festgelegt.

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