08.02.2016 | Energieeffizienz

GWW hat CO2-Ausstoß in Wiesbaden um über 35.000 Tonnen verringert

(v. l.) GWW-Geschäftsführer Hermann Kremer, Umweltdezernent Bürgermeister Arno Goßmann und GWW-Geschäftsführer Stefan Storz
Bild: GWW

Die GWW Wiesbadener Wohnungsbaugesellschaft mbH (GWW) sieht positive Effekte des Energiesparprogramms, das das Wohnungsunternehmen im Jahr 2005 aufgelegt hatte. Nach Angaben des Unternehmens konnte es durch energetische Sanierung seines Bestands im Stadtgebiet von Wiesbaden den CO2-Ausstoß um mehr als 35.000 Tonnen verringern.

Über 80 Prozent der 13.000 GWW-Wohnungen wurden vor der 1. Wärmeschutzverordnung errichtet. 4.000 Wohneinheiten davon wurden energetisch auf den neuesten Stand gebracht. Jedes Jahr kommen im Durchschnitt weitere 300 Wohnungen hinzu. Das Investitionsvolumen für die energetischen Maßnahmen beträgt rund 15 Millionen Euro im Jahr.

Eine erste Auswertung über die Entwicklung der Verbräuche in den sanierten Wohnungen mache deutlich, dass man mit dem 2005 aufgelegten Energiesparprogramm auf dem richtigen Weg sei: "Wir generieren durch die Investitionen in unseren Gebäudebestand signifikante Einsparungen beim Primärenergiebedarf und das hat Effekte auf die Verbrauchswerte", sagte GWW-Geschäftsführer Hermann Kremer. Eine genaue Analyse der Wirkung der energetischen Maßnahmen soll eine detaillierte Auswertung der Verbrauchsdaten liefern. Diese sei derzeit in Arbeit, die Ergebnisse werden voraussichtlich im Frühjahr dieses Jahres vorliegen. Gleichwohl zeichne sich bereits deutlich die Tendenz ab, dass in den sanierten Wohnungsbeständen die tatsächlichen Verbräuche unterhalb der theoretisch errechneten Bedarfswerte liegen.

Im Zuge der energetischen Maßnahmen wurden außerdem auf ausgewählten Dachflächen Photovoltaikanlagen installiert. Seit 2014 sind inzwischen knapp 1.900 Module in Betrieb, die bislang nach Angaben der GWW mehr als 457.000 Kilowattstunden Strom erzeugt haben. Auch auf der Dachfläche des Unternehmenssitzes wurden Photovoltaikmodule installiert. Der mit dieser Anlage erzeugte Strom dient unter anderem dazu, die beiden Elektrofahrzeuge im GWW-Fuhrpark zu betanken.

"Um weitere Optimierungspotenziale in den Bereichen Ökonomie, Ökologie und soziale Gerechtigkeit auszuloten, haben wir uns entschieden, an dem Umweltberatungsprogramm Ökoprofit teilzunehmen", sagte GWW-Geschäftsführer Stefan Storz. Im Rahmen des Programms geht es darum, einen effektiven Maßnahmenkatalog zu erarbeiten, mit dem unter anderem der Energie- und Materialverbrauch sowie die Betriebskosten weiter reduziert werden können.

Schlagworte zum Thema:  Wohnungswirtschaft, Energieeffizienz

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