23.05.2013 | Graffiti-Problematik

Zehnjährige Sprayer machen Graffiti unsichtbar

Unter Anleitung vom Profi sprühen die Kinder das Blättermotiv
Bild: GeWoSüd

Die GeWoSüd Genossenschaftliches Wohnen Berlin-Süd eG hat für das Graffiti-Problem im Schöneberger Lindenhof eine Lösung gefunden. Ein Pavillon am See wurde von den Kindern aus dem benachbarten Jugend-Club mittels Spraydosen quasi unsichtbar gemacht.

Seit einigen Jahren war der Pavillon, der als Trafostation dient und zu einem Ensemble von drei kleinen Funktionsgebäuden an der Badestelle am Lindenhof-Weiher gehört, Ziel von Sprayerattacken gewesen. Nachdem die anderen Bauten denkmalgerecht saniert worden waren, stellte das Trafohäuschen einen Sonderfall dar: Es ist zu gut einem Drittel mit Efeu bewachsen, in dem auch Vögel nisten. Der Zeichner und Illustrator Pjotr Obuchoff empfahl die freien Wände mit weiterem Efeu zu besprayen. So böte der Pavillon ein einheitliches Bild und Sprayer achten die Arbeit von anderen Sprayern: Die großen Buchstabensymbole würden verschwinden. 

Im Kinder- und Jugendclub, der vom Nachbarschaftsheim Schöneberg und der GeWoSüd betrieben wird, wurden schnell Mitarbeiter gefunden. Jeweils etwa zehn Mädchen und Jungen im Alter von zehn bis dreizehn Jahren und sprayten unter Anleitung von Pjotr Obuchoff und seinem Gestalter-Freund André Drognitz das Blättermotiv.

 

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