Ein modernes Passivhaus beherbergt das Wohnprojekt Bild: WBG

Als in Frankfurt am Main ein innerstädtisches Gewerbegrundstück für die Bebauung mit Wohnraum verfügbar wurde, vergab die Stadt als Entwicklungsträger Teile des Geländes an gemeinschaftliche Wohnprojekte. Unter dem Dach der Wohnbaugenossenschaft in Frankfurt am Main eG (WBG) wurde das selbstverwaltete Wohnprojekt "Familiensinn" verwirklicht. 

"Für uns als Genossenschaft war die Zusammenarbeit mit der Wohnprojektgruppe ein Glücksfall", zieht Wolfgang Hoffmeister, Vorstandsvorsitzender der WBG, ein erstes Resümee. "Das Konzept von 'Familiensinn' konnte sich bei der Vergabe der Grundstücke durchsetzen. Und wir haben darüber hinaus sehr gute Beziehungen mit den benachbarten Projekten entwickeln können."

Flexible Grundrisse

Die Genossenschaft errichtete für das Projekt ein modernes Passivhaus mit neun Wohnungen nach Plänen der BSMF Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung mbH. Die Grundrisse der Wohnungen sind flexibel. So lässt sich die Wohnungsgröße zu späteren Zeitpunkten ändern, wenn zum Beispiel die Zahl der Kinder in den Familien steigt. Es können aber auch eigenständige Einheiten hergestellt werden, beispielsweise für Großeltern oder eine Pflegekraft. Lange in der eigenen Wohnung verbleiben zu können, festigt die wachsenden nachbarschaftlichen Beziehungen im Haus. Es erleichtert die Organisation nachbarschaftlicher Hilfe. Im Dachgeschoss und im Erdgeschoss befinden sich gemeinschaftlich nutzbare Flächen. Dabei steht das Erdgeschoss in funktionaler Doppelnutzung einer Einrichtung für Kinderbetreuung zur Verfügung. Außerhalb der Öffnungszeiten dieser Krabbelstube können die Hausbewohner einen Teil der Räume für Aktivitäten und Nachbarschaftsangebote nutzen. 

Eigeninitiative steht im Vordergrund

Die Bewohner des Hauses sind Mitglieder der Genossenschaft, kümmern sich um die Belange im Haus jedoch selbst. So übernehmen sie hausmeisterliche Dienste, richten Mieterfeste aus und verwalten die Nutzung des Mietergemeinschaftsraumes in Eigenregie. Bei Mieterwechseln genießen sie ein Vorschlagsrecht. Mit dieser Regelung unterstützt die Genossenschaft die Stabilität der guten Beziehungen im Haus und in der Nachbarschaft. 

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