GdW: Sonderinvestitionen zur Flüchtlingsunterbringung gefordert

Angesichts der aktuellen Flüchtlingsprognose, nach der in diesem Jahr bis zu 750.000 Asylbewerber in Deutschland erwartet werden, fordert der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. ein Sonderinvestitionsprogramm zur Unterbringung von Flüchtlingen.

Nach Einschätzung des GdW können die Neubauzahlen mit der Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum, die durch den Zuzug von Flüchtlingen weiter anwächst, nicht Schritt halten. "Bund, Länder, Kommunen und die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft stehen vor einer riesigen Herausforderung, die sofort angegangen werden muss", sagte GdW-Präsident Axel Gedaschko.

Um den Wohnungsneubau in den angespannten Märkten anzukurbeln und dort für eine Abmilderung der Wohnraum-Engpässe zu sorgen, sei in dieser Notsituation ein gezieltes und zeitlich befristetes Sonderinvestitionsprogramm notwendig. Der Bund und die vom starken Zuzug betroffenen Länder müssten für den Neubau von 100.000 bezahlbaren Wohnungen in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt, verteilt auf fünf Jahre, jeweils 300 Millionen Euro jährlich aufbringen, so Gedaschko. Darüber hinaus seien dringend steuerliche Erleichterungen geboten, um Investitionen in Gang zu bringen.


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